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RZ-Wein-Kolumne

 

Wein-Presse (16): "Angestoßen wird nur bei einem besonderen Anlass"

Für die Gäste nur das Beste! Für Gastgeber ist es wegen dieses Anspruchs oft gar nicht so einfach, ihre Rolle perfekt auszufüllen. Ob ein Abend gelingt oder nicht, hängt von einer guten Vorbereitung und Einfühlungsvermögen ab.

Egal, ob Ihre besten Freunde kommen, sich ein Auslandsbesuch angekündigt hat oder der Chef persönlich hofiert wird. Zum guten Gelingen solcher Besuche sind Anstand, Takt und ein stilsicherer Umgang mit Wein wichtig.

Seit Freiherr Adolph Franz Friedrich Ludwig Knigge die ersten Regeln im Umgang mit Menschen 1782 schrieb, hat sich so einiges geändert. Hier sind für Sie die wichtigsten Normen in Sachen Wein: Zuerst sollten Sie die ausgewählten Gläser auf ihre Sauberkeit hin prüfen. Staub, Fingerabdrücke und Gerüche sind durch einen Spülgang schnell beseitigt. Gläser hält man am Stiel, damit die Kuppa die Wärme der Handflächen nicht annimmt. Um den perfekten Genuss zu erhalten, verlangt jeder Weinwechsel ein neues Glas. Die verschiedenen Rebsorten und Weinstile kommen so am besten zum Ausdruck. Die Form eines Glases verstärkt und betont das Geruchs- und Geschmackserlebnis.

Je dünnwandiger ein Glas, desto intensiver die Erlebnisse. Angestoßen wird nur zu ganz besonderen Anlässen, etwa einer Hochzeit. Bei alltäglichen Gelegenheiten genügt es vollkommen, die Gläser gemeinsam zu heben. Damit das Zuprosten auch seine Zielperson erreicht, sollten Sie sich dabei ansehen.

Als Gastgeber gießen Sie sich vom ausgesuchten Wein zuerst einen Probeschluck ein und prüfen die Trinktemperatur und eventuell, ob der Wein einen Fehler hat. Sofern der Wein für gut befunden ist, schenken Sie zuerst den Damen und anschließend den Herren maximal ein Viertel des Glasvolumens ein.

Die Weintemperatur beeinflusst unsere Empfindlichkeit am Gaumen und auch in der Nase erheblich. Die korrekte Serviertemperatur ist deshalb für den Weingenuss ganz entscheidend und unterschiedlich. Weißweine servieren Sie zwischen 8 und 12 Grad (je jünger, desto kühler) und Rotweine zwischen 12 und 18 Grad (je älter, desto wärmer).

Mein Wein-Tipp heute kommt von der Mosel. Albert Kallfelz führt sein Weingut in dritter Generation. Die beachtliche Größe von mehr als 43 Hektar Weinbergen fordert von Kallfelz stetig eine große Disziplin. Leidenschaft und Innovation sind in jedem seiner Weine zu schmecken.

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RZO