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Musik

Spurensuche mit Youssou N'Dour

Hamburg Die Tür des Sklavenhauses war das Letzte, was die Afrikaner von ihrer Heimat sahen.

Gorée, verfluchtes Gorée - ehemalige Sklaveninsel vor Senegals Hauptstadt Dakar.

Hier endete ab dem späten 18. Jahrhundert für Millionen von Afrikanern die Freiheit, hier begann für Männer, Frauen und Kinder die Sklaverei - eine Reise ohne Wiederkehr. Auf Gorée hat Youssou N'Dour, der mit dem Hit «Seven Seconds» im Duett mit Neneh Cherry ein Weltstar wurde, ein Konzert gegeben.

Kein herkömmliches Konzert, wie man dem mehrfach ausgezeichnetem Dokumentarfilm «Rückkehr nach Gorée» des Schweizer Regisseurs Pierre- Yves Borgeaud entnehmen kann, der den senegalesischen Musiker mit der Kamera bei einer Reise von Afrika über Amerika und Europa begleitete, auf der Youssou NDour Top-Musiker der Jazzszene für sein Konzert sucht.

Jetzt ist die Doku «Rückkehr nach Gorée» aus dem Jahr 2007 - nach einer Idee von Youssou N'Dour - auf DVD erschienen. Kein Konzertfilm, denn der Auftritt auf Gorée ist nur das kurze Finale eines beeindruckenden Roadmovies mit viel Musik, in dem N'Dour auf seiner Reise seine Jazz-Band zusammenstellt, den afrikanischen Wurzeln amerikanischer Musik nachforscht und in New Orleans den gleichen Groove findet wie im Senegal oder Ghana.

«Ich wollte mir mit dieser Reise darüber klar werden, dass viele Dinge mit der Sklaverei von Afrika nach Amerika gelangt sind. Ich wollte aufzeigen, dass die Vielfalt von Kulturen, Sprachen oder Religionen kein Hindernis, sondern ein Reichtum ist», meint Youssou N'Dour über seine Spurensuche.

Ein Treffen mit dem afroamerikanischen Lyriker, Dramatiker und Aktivisten Amiri Baraka gehört dabei zu den eindringlichsten Momenten des Films: Sein Poem «Auf dem Grund des Atlantiks verläuft eine Gleisspur. Aus Menschenknochen, schwarzes Elfenbein» lässt einen erschaudern.

www.rueckkehr-nach-goree.de

dpa-infocom