pic Zählpixel

Leiter des Rentamtes hat 3,8 Millionen Euro veruntreut

Limburg/Westerwaldkreis Zwei Wochen nach dem Bekanntwerden der Veruntreuungen des langjährigen Leiters des katholischen Rentamtes in Hadamar liegen dem Bistum Limburg weitere Ergebnisse einer Prüfung vor. Wie die Pressestelle der Diözese mitteilte, hat die Prüfung durch die externe Prüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (Spezialabteilung für Wirtschaftskriminalität) für die vergangenen zehn Jahre (1999 bis 2009) Veruntreuungen in Höhe von etwa 3,8 Millionen Euro aufgedeckt.

Strafrechtlich relevant sei allerdings nur der Zeitraum der vergangenen fünf Jahre (Oktober 2004 bis Oktober 2009). „In diesem Zeitraum fehlen 2,5 Millionen Euro“, heißt es in der Mitteilung des Bistums. Mit Blick auf die veruntreuten Summen setzt die Diözese nun alles daran, in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft einen erheblichen Teil des Geldes zurückzubekommen.

Fest steht auch, dass der ehemalige Rendant und Geschäftsführer des Gesamtverbandes der Katholischen Kirchengemeinden seine Kenntnisse und seine berufliche Position ausnutzte, um sich selbst zu bereichern. Die Prüfung ergab, dass er Unterlagen und Buchungen fälschte und Mitarbeiter gezielt falsch informierte. Außerdem ist es ihm gelungen, die bestehenden Kontrollmechanismen wie etwa das Vier-Augen-Prinzip zu täuschen.

Fr, 23. Okt. 2009, 18:11 © Rhein-Zeitung & Rhein-Zeitung
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet