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Ohne Gruseln: Keller in Wohnräume verwandeln

Friedberg/Weimar Dunkel, kalt, gruselig: Kindheitserinnerungen an den Keller sind oft wenig angenehm.

Vorsichtig runter und dann schnell wieder rauf, schließlich weiß niemand so genau, was sich da unten alles an Spinnen, Mäusen oder Gespenstern versteckt.

Heute kennen Kinder diese Ängste kaum noch. Denn moderne Keller sind häufig genauso hell und gemütlich wie die oberen Etagen. «Ob Hauswirtschafts- oder Fitnessraum, Sauna oder Werkstatt, all das kann ein Keller bieten. Selbst ein Arbeitszimmer unter der Erde ist möglich», sagt Reiner Pohl von der Initiative Pro Keller im bayerischen Friedberg. Gerade jetzt, da Geräte wie Heizkessel immer schlanker werden, könne der Hauseigentümer einiges mehr aus seinem Keller herausholen. «Voraussetzung ist allerdings, dass der Keller trocken, wärmegedämmt und beheizt ist», schränkt der Experte ein.

Das sei leider immer noch nicht der Standard, hat der Energie- und Bauberater Karsten Tanz aus Weimar beobachtet. «Moderner Keller heißt nicht gleich gut gedämmter Keller», erläutert der Experte, der für die Verbraucherzentrale Thüringen arbeitet. Das sei ein Problem, denn ohne gute Dämmung dringe immer Kälte und Feuchtigkeit in den Raum ein. In solch einem Keller sei es leichtfertig, Möbel unterzubringen.

«Eine richtige Wärmedämmung , sei es an den Außen- oder Innenwänden, sowie ein Wärmeschutz im Fußbodenbereich sind unabdingbar», erklärt Tanz. Auch die meisten alten Kellerfenster seien nur schlecht gedämmt und müssten ersetzt werden. Ähnlich stehe es mit den Türen. «Als Außentür sollte man normale Hauseingangstüren verwenden. Auch ein separater Vorraum als Windfang ist ratsam.»

Zusätzlich muss der Hausherr möglichst früh an Installationen für Strom und Heizung denken. Wenn die Luft mittels bestimmter Lüftungstechniken dann noch zirkuliert, spricht nichts mehr gegen den Keller als neuen Raum zum Leben. Pohl selbst nutzt seinen Keller als Büro: «Das funktioniert wunderbar. Man muss eben nur darauf achten, dass die äußeren Bedingungen stimmen.»

Wer seinen Keller aufwerten möchte , sollte auch daran denken, ihn optisch zu strecken. «Die meisten Keller haben eine sehr niedrige Raumhöhe. Wenn man aber die Wände farbig und die Decke weiß streicht, wirkt das Ganze schon ein Stückchen höher», sagt die Innenarchitektin Constanze Schuchmann aus München. Auch der Boden sorgt für Gemütlichkeit: «Anstatt dem kalten Beton sehen PVC oder Teppich wohnlicher aus.»

Um der Dunkelheit entgegenzuwirken, rät die Innenarchitektin zu mehreren Lampen, die an der Wand entlang verteilt werden. Ist es bautechnisch möglich, seien bodentiefe Fenster optimal. «Ansonsten sind höher liegende Fenster gut, die soviel Tageslicht wie möglich in den Raum lassen.» Auch Vorhänge machten den Raum freundlicher.

Die Möbel im Keller sollten mit genügend Abstand zu den Wänden platziert werden. «So kann die Luft besser zirkulieren», erklärt Constanze Schuchmann. Da die Räume meist etwas kleiner sind als im Obergeschoss, müsse der Platz wirtschaftlich genutzt werden. «Der Platz hinter Tür kann zum Beispiel für einen kleineren Schrank genutzt werden.» Ingesamt sei es ratsam, immer eine ganze Fläche zu nutzen. «Das heißt: nicht an jeder Wand einen Schrank, sondern direkt eine ganze Schrankwand. So verbaut man sich nicht direkt alles.»

Schuchmann rät außerdem, gerade in alten Kellern die Wände ordentlich zu verputzen. «Die Wandoptik ist für ein Wohlgefühl sehr wichtig. Sind die Wände schön glatt, sieht der ganze Raum nicht mehr so baustellenmäßig aus», erläutert die Expertin. Teilausbau erfordert genaue Planung Wer mehrere Kellerräume besitzt und nur einige davon bewohnbar machen möchte, solle darauf achten, diese klar voneinander zu trennen. «Es muss geplant werden, welcher Teil beheizt und welcher unbeheizt ist. Dementsprechend muss der beheizte Raum abgedichtet sein», erklärt der Bauberater Karsten Tanz aus Weimar. Bei Umbauarbeiten, die großes handwerkliches Geschick erfordern, rät er, immer einen Fachmann hinzuzuziehen. «Gerade bei der Außendämmung, aber auch bei Fenstern und Fußböden können ohne Fachkenntnisse leicht Fehler gemacht werden.» Von Franziska Fiedler, dpa

dpa-infocom


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