Kranker Igel kann sich nicht zusammenrollen
Berlin Kann sich ein im Herbst aufgefundener Igel nicht einrollen, ist er wahrscheinlich krank.
Weitere Hinweise sind Torkeln, Zittern, ein abgemagerter Eindruck - und die Tatsache, dass das Tier sich tagsüber zeigt.
Darauf weist die Aktion Tier in Berlin hin. Wer den kleinen Säuger aus der Nähe betrachtet, wird bei einem kranken Tier meist verklebte Augen, eitrigen Nasenausfluss sowie Zecken oder Flöhe entdecken. Unter Umständen kommen Husten und rasselnde Atemgeräusche dazu.
Aufpäppeln lassen sich kranke Igel mit Katzenfutter und Wasser - am besten dort, wo sie aufgefunden wurden. Milch bekommt ihnen nicht. Nimmt der Igel nichts zu sich, ist er wohl unterkühlt. Dann setzt man ihn am besten auf eine warme, aber nicht heiße Wärmflasche, auf der ein Handtuch liegt. Kurzfristig lässt sich ein Igel in einem hohen Karton oder auch einer Kunststoffwanne pflegen.
Sobald er wieder einen munteren Eindruck Eindruck macht, gehört er auf freien Fuß gesetzt. Igel, die bei Einbruch des Winters mindestens 500 Gramm wiegen, werden ihn wahrscheinlich überleben. Alle anderen geben Tierfreunde besser in die Hände eines Experten. Denn die Pflege über den Winter ist aufwendig und für Laien nur schwer zu bewerkstelligen. Weil Igel streng geschützte Wildtiere sind, dürfen Menschen sie nicht länger in ihrer Obhut behalten als unbedingt nötig.
dpa-infocom
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