Heimtierhalter sparen nicht an Tieren
Stuttgart Heimtiere sind keine Opfer der Wirtschaftskrise: Ihre Halter verschieben nach Erkenntnissen eines Experten lieber den Urlaub oder den Kauf eines neuen Autos, als an Futter oder Ausstattung für Hund oder Katze zu sparen.
«Meinem Tier soll es gut gehen, sagen die meisten Tierhalter», betonte Stephan Dreyer, freiberuflicher Heimtiersachverständiger, anlässlich der Messe «Animal» (30. Oktober bis 1. November) in Stuttgart.
Der Fachhandel wachse in diesem Jahr sogar, wenn auch nur leicht. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz im Markt für Heimtierbedarf bei bundesweit 3,5 Milliarden Euro (plus 4,4 Prozent). Mit Futter für Katze, Hund & Co. erlöste die Branche 2008 knapp 2,6 Milliarden Euro (plus 4,6 Prozent).
In mehr als jedem dritten deutschen Haushalt lebt ein Tier. Am beliebtesten sind Katzen; in 16,5 Prozent aller Haushalte miauen 8,2 Millionen von ihnen. 5,5 Millionen Hunde bevölkern 13,8 Prozent der Haushalte. Weitere Kleintiere schlagen nach der Erhebung des Industrieverbands Heimtierbedarf mit 6,2 Millionen Stück in fast sechs Prozent der Haushalte zu Buche. Ziervögel erfreuen die Menschen in 4,8 Prozent aller Haushalte.
Nach der Studie aus dem Jahr 2008 stellen die über 60-Jährigen die größte Gruppe unter den Tierhaltern - 28 Prozent. Darauf folgen die 40- bis 49-Jährigen mit einem Anteil von 24 Prozent und die 20- bis 39-Jährigen mit 19 Prozent. Je größer der Haushalt, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass dort ein Tier gehalten wird: 41 Prozent aller Tierhalter leben mit zwei oder mehr Menschen zusammen.
dpa-infocom
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