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SC Paderborn - TuS Koblenz 2:1

TuS hat wieder Mut zur Abwehrlücke

Paderborn TuS Koblenz bleibt auch nach dem zwölften Spieltag im Unterhaus bei mageren neun Punkten stehen.

Beim 1:2 (1:2) in Paderborn machten zahlreiche Abwehrfehler dem Gegner das Leben mal wieder leicht.

So viel Spaß kann Fußball bereiten – wenn die jeweiligen Abwehrreihen ihre Arbeit nicht mit dem notwendigen Ernst versehen. In der Paderborner Energieteam-Arena wohnten die 6176 Zuschauer beim Spiel des SC Paderborn gegen TuS Koblenz einer unterhaltsamen, mit Torraumszenen reich gesegneten Zweitligapartie bei. Weil die Koblenzer Defensive, wie schon gegen Duisburg, weitaus mehr Fehler machte als der Gegner, verlor die TuS auch diese Partie. Schlimmer noch: Nach dem 1:2 in Ostwestfalen drohen die Koblenzer den Anschluss ans Mittelfeld zu verlieren.

Für den TuS-Trainer war nach der Partie der Spaß vorbei. Uwe Rapolder ließ mächtig Dampf ab und ging insbesondere mit seiner indiskutablen Abwehr hart ins Gericht. Normalerweise stelle er sich hinter seine Akteure, „doch jetzt ist es mal an der Zeit, Klartext zu reden“. Er habe „keinen Bock mehr, einem 30-jährigen Nationalspieler den Rücken zu stärken“, hob der Coach die schwache Vorstellung von TuS-Abwehrchef Matej Mavric heraus. So könne es nicht mehr weitergehen. „Die Spieler müssen sich endlich ihrer Verantwortung bewusst werden“, polterte Rapolder.

Dabei hatte der Coach unter der Woche die Seinen noch zu einer Aussprache geladen. Mit mehr Leidenschaft wollten die Akteure in Paderborn zur Sache gehen, die Zweikämpfe suchen und einfach geordneter stehen. Von all dem war herzlich wenig zu sehen. Die Paderborner Treffer fielen wieder unter dem allbekannten TuS-Motto: Toreschießen leicht gemacht!

Beim 0:1 durfte Sebastian Schachten ungestört flanken, Mahir Saglik in aller Ruhe mit der Brust ablegen und Enis Alushi fröhlich draufhalten (13.). Ein Tor mit Ansage, denn schon bei zwei brenzligen Szenen in den Minuten zuvor hätte es bereits klingeln können. An Weckgeräuschen mangelte es also nicht. Die schien zumindest Manuel Hartmann, noch bester TuS-Akteur, vernommen zu haben. Nach schöner Einzelleistung gelang dem Mittelfeldspieler das zu diesem Zeitpunkt überraschende 1:1 (15.).

Die TuS-Defensive dagegen verharrte weiter in bequemer Schlafstellung. Nicht zum ersten Mal vergaß sie den eminent gefährlichen Daniel Brückner auf links. Der Paderborner war frei durch und narrte auch noch TuS-Keeper David Yelldell mit einem findigen Außenristschuss (31.) – 1:2. Die TuS lag wieder zurück, was trotz einiger eigener Torchancen durchaus dem Spielverlauf entsprach.

Die Koblenzer dehnten ihren „Tag der offenen Tür“ in die zweite Halbzeit aus. Allein Brückner hätte frühzeitig für klare Verhältnisse sorgen können. In der Offensive fand die TuS kaum noch statt. Ballbesitz allein reicht nicht – bei null Torschüssen ist es natürlich schwer, noch ein Unentschieden zu ergattern. So ging die Zeit dahin, und es passierte nichts. Auch die für mehr Offensive eingewechselten Aljmir Murati und Darko Maletic blieben ohne Durchschlagskraft. So richtig Spaß am Spiel hatte am Ende mal wieder nur der TuS-Kontrahent. (Klaus Reimann)

RZO


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