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Immer mehr Bürger auf Grundsicherung angewiesen

Wiesbaden In Deutschland sind so viele Bürger wie nie zuvor auf staatliche Grundsicherung angewiesen.

Ende 2008 bezogen rund 768 000 Menschen diese Leistung, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag (5. November) in Wiesbaden mit.

Das waren 4,7 Prozent mehr als Ende 2007. Die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung ist eine Sozialleistung, die seit 2003 den grundlegenden Bedarf für den Lebensunterhalt sicherstellt. Die Ausgaben hierfür stiegen im vergangenen Jahr auf brutto 3,8 Milliarden Euro.

Ende 2008 waren etwa 358 000 Empfänger von Grundsicherung (47 Prozent) dauerhaft voll erwerbsgemindert. Rund 410 000 Empfänger waren 65 Jahre und älter. Die Mehrzahl der Empfänger, nämlich 56 Prozent, waren Frauen. Die Zahl der männlichen Bezieher stieg aber im Vergleich zu 2007 um 6,1 Prozent und lag damit höher als die Zunahme bei den Frauen (plus 3,8 Prozent). Bundesweit erhielten 1,2 Prozent der volljährigen Frauen und 1,0 Prozent der Männer Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung.

Diese Sozialleistung wird weiterhin in Westdeutschland häufiger in Anspruch genommen als im Osten: Ende 2008 empfingen hier 1,1 Prozent der volljährigen Bevölkerung Leistungen der Grundsicherung, in den neuen Ländern ohne Berlin waren es 0,8 Prozent. In den Stadtstaaten Bremen, Berlin und Hamburg waren die Bürger am häufigsten auf diese Leistung angewiesen. Am seltensten waren es Bürger aus Sachsen und Thüringen.

Weitere Daten und Tabellen zum Thema: dpa-q.de/tabellen

dpa-infocom



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