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Union und Kölmel verhandeln über Schuldenabbau

Berlin Fußball-Zweitligist 1. FC Union Berlin steht auf dem Weg zu einem dauerhaften Schuldenabbau nach eigenen Angaben in guten Gesprächen mit dem Unternehmer Michael Kölmel.

«Wir wollen noch in dieser Saison vertragliche Einigkeit über den Schuldenabbau treffen», sagte Union-Präsident Dirk Zingler auf der Mitgliederversammlung. Kölmel stehen bis 2010 noch 4,83 Millionen Euro zu. Weitere 10 Millionen sind seit Jahren mit einem dauerhaften Rangrücktritt versehen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten des Clubs betragen laut Zingler rund 1,45 Millionen Euro.

Mit 437 391 Euro verbuchte der Aufsteiger in der abgelaufenen Saison seinen höchsten Gewinn seit der Wende. 2001 war beim Zweitliga-Aufstieg ein Minus von 1,8 Millionen verbucht worden, obwohl die Berliner damals im DFB-Pokalfinale standen. Zingler kündigte an, dass der Etat für die Profis, der aktuell 11,2 Millionen Euro beträgt, Jahr für Jahr erhöht werden müsse. Schon in der Winterpause soll es weitere Neuverpflichtungen geben. «Für die Erzielung von Einnahmen steht ein Verkauf des Stadionnamens jedoch nicht zur Debatte», stellte Zingler klar.

Der mit 6124 eingetragenen Anhängern mitgliederstärkste Verein der neuen Bundesländer will in der Auseinandersetzung mit dem früheren Hauptsponsor ISP nicht klein beigeben. «Wir könnten sofort unterschreiben, dass wir nichts mehr haben wollen. Aber wir wollen das Geld, das uns für die Vertragslaufzeit bis zur Kündigung zusteht», betonte Zingler. Am 9. Dezember beschäftigt sich das Landgericht Berlin mit dem Fall. Der Club will klären lassen, ob er nach der schnellen Trennung Aktien des ehemaligen Geldgebers verwerten kann. Der 1. FC Union möchte damit mindestens 250 000 Euro erlösen, die das Unternehmen den Köpenickern angeblich noch schuldet.

dpa-infocom



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