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Minigolfen in einer magischen Unterwelt

Hamburg (dpa) Ein Kapitän gibt letzte Anweisungen, der Druck auf den Ohren steigt.

Mit dem U-Boot-Simulator am Meeresgrund angekommen, taucht man ein ins versunkene Inselreich Atlantis.

Doch die Besucher haben keine Taucherbrillen und Schwimmflossen dabei, sondern Minigolf-Schläger und Bälle. Beides fluoresziert im Dunkeln der Erlebniswelt «Schwarzlichtviertel» in Hamburg-Stellingen.

Die Minigolfer schlagen die Bälle durch fünf verschiedene Schwarzlicht-Welten mit jeweils passenden Geräuschkulissen. Nachdem Yannick (11) auf eine riesige Muschel und Neptuns Dreizack gezielt hat, strandet er im Dschungel. Dort liegt das Wrack eines Piratenschiffes, daneben eine Schatzkiste, am Boden krabbelt eine Vogelspinne. Der Elfjährige findet die magische Beleuchtung zwar schön, am besten gefällt ihm allerdings die Kulisse: «Das ist ziemlich gut gemalt.»

Trifft man ins Maul des Alligators , geht es an Affen und Schmetterlingen vorbei immer tiefer in den Urwald zu den Mayas. Schließlich landen die Besucher bei Dinosauriern in der Vorzeit. Im Bergstollen danach liegen Skelette in Felshöhlen, von der Decke hängt eine Fledermaus. Die letzte Station des Parcours bildet eine futuristische Fabrik, in der Hühner Golfbälle legen.

Seit Mai kommen Familien, Schulklassen, aber auch Betriebsausflügler ins «Schwarzlichtviertel». Viertel heißt die Indoor-Welt, weil man hier nicht nur Minigolf, sondern auch Kicker, Darts und Air Hockey spielen kann, alles im Schwarzlicht. In den Räumen vom «Blindhouse» dagegen ertasten die Besucher im Stockdunkeln verschiedene Alltagsgegenstände. Davor kreischen zwei Jungen vor Vergnügen, als sie auf einem Monitor ihre Mutter dabei beobachten, wie sie im Dunkeln tappt. Irene Spanuth (36) ist mit ihren beiden Söhnen hier, die gerade Ferien haben. «Das ist mal was Neues. Indoor-Spielplätze kennen die zwei und im Schwimmbad waren wir auch schon.»

Die Idee haben Brigitte Landvogt und ihr Mann aus den USA mitgebracht, wo die beiden Betreiber jedes Jahr die weltgrößte Freizeit-Messe besuchen. «Die Amerikaner machen das schon lange, thematisiertes Minigolfen», erzählt die 46-Jährige. Schwarzlicht werde dort auch eingesetzt, allerdings weit entfernt von der Detailverliebtheit der Anlage in Stellingen. «Wir haben uns sehr viel Mühe gegeben», betont Landvogt. Für die Gestaltung der Minigolf-Anlage engagierte das Ehepaar professionelle Maler und Modellbauer.

«Manche Minigolf-Clubs werden geführt wie Schützenvereine - bei uns können Sie keine Turniere spielen, bei uns hat man einfach Spaß», sagt die Betreiberin. Deshalb gibt es auch keine Zeitbegrenzung, durchschnittlich dauert eine Runde Minigolf eineinhalb Stunden. Das kommt gut an: Manchmal müssen Besucher sogar abgewiesen werden, weil das «Schwarzlichtviertel» schon ausgebucht ist.

Die Erlebniswelt richtet sich an Kinder ab fünf Jahren, aber auch ausdrücklich an Erwachsene. Zurzeit werden noch weitere Attraktionen geplant: zum einen ein Geschicklichkeitsparcours durch Laserstrahlen. Zum anderen soll die Unterwelt in Zukunft noch realistischer wirken: mit Hilfe von 3-D-Brillen. Das «Schwarzlichtviertel» hat täglich geöffnet.

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag: 14.00 bis 22.00 Uhr; Freitag: 14.00 bis 24.00 Uhr; Samstag: 10.00 bis 24.00 Uhr; Sonntag./Feiertage/Ferien: 10.00 bis 22.00 Uhr

Minigolf-Erlebniswelt (noch im Aufbau): www.schwarzlichtviertel.de Von Christina Lohner, dpa

dpa-infocom