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Handwerk: 2010 wird schwierig

Berlin - Für viele Handwerksbetriebe gibt es trotz des leichten Wirtschaftsaufschwungs keine Entwarnung. «2010 wird ein konjunkturell schwieriges Jahr für das Handwerk», sagte der Generalsekretär des Handwerksverbands, Hanns-Eberhard Schleyer, am Dienstag in Berlin.

Die Umsätze der Branche würden 2010 erneut in den roten Zahlen landen: «Wir erwarten ein Minus von einem Prozent.» Nach Einschätzung des Verbands bemühen sich viele Betriebe, ihre Mitarbeiter zu halten. In vom Export-Einbruch betroffenen Firmen seien Stellenstreichungen aber unausweichlich. Das betreffe vor allem Zulieferer wie Feinwerkmechaniker und Elektromaschinenbauer.

«Auch 10 000 noch unbesetzte Lehrstellen bremsen die Beschäftigung», sagte Schleyer. Unterm Strich würden im laufenden Jahr im Handwerk etwa 40 000 der 4,8 Millionen Jobs verloren gehen - das wäre ein Minus von 0,8 Prozent.

Die große Mehrheit der Handwerker will sich von der Krise nicht unterkriegen lassen. Mehr als drei Viertel der Betriebsinhaber (76 Prozent) beurteilen in einer Umfrage ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend. Das sind 12 Prozent mehr als im ersten Jahresdrittel. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hatte 22 900 Betriebe befragt.

Lob gibt es für die Konjunkturpakete der Bundesregierung. Von den Milliarden für die Infrastruktur profitieren viele kleine Firmen in den Regionen. «Das hat eindeutig zu einer Stabilisierung der einheimischen Wirtschaft beigetragen und Arbeitsplätze gesichert», sagte Schleyer.

Erfreulich sei die Lage in den neuen Ländern. Die ostdeutsche Handwerkswirtschaft präsentiere sich 20 Jahre nach dem Mauerfall relativ stabil. «In vielen Kammerbezirken liegt das Geschäftsklima über dem Durchschnitt», erklärte Schleyer. Ausnahme sei Berlin. Hier profitierten die Betriebe in Brandenburg überdurchschnittlich von Aufträgen aus der Hauptstadt.

dpa-infocom