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Devisen: Eurokurs gefallen - Bernanke bekennt sich zu starkem US-Dollar

FRANKFURT - Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke haben den Euro am Dienstag unter Druck gebracht. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete 1,4868 US-Dollar. Im frühen Handel war der Euro noch mit fast 1,50 Dollar gehandelt worden. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,4875 (Montag: 1,4965) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,6723 (0,6682) Euro.

"Das Bekenntnis von US-Notenbankchef Ben Bernanke zu einem starken Dollar hat den Euro belastet", sagte Ulrich Wortberg, Devisenexperte bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Bernanke hatte zudem auf mögliche Inflationsgefahren hingewiesen, die durch einen zu niedrigen Dollarwechselkurs entstehen könnten. Diese Aussagen seien für einen Präsidenten der US-Notenbank sehr ungewöhnlich, sagte Wortberg. Normalerweise äußere sich nur der Finanzminister zum Wechselkurs. Zudem habe auch EZB-Chef Jean-Claude Trichet die Aussagen am Dienstag ausdrücklich begrüßt.

Anzeichen für eine baldige Leitzinserhöhung in den USA gebe es jedoch nicht, sagte Wortberg. Erst im dritten Quartal 2010 werde am Markt eine Leitzinserhöhung erwartet. Die am Nachmittag veröffentlichten Daten zu den Erzeugerpreisen signalisierten noch keinen Inflationsdruck. Auch die immer noch niedrige Kapazitätsauslastung in den USA spreche gegen Inflationsgefahren.

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88625 (0,89485) britische Pfund , 132,76 (134,02) japanische Yen und 1,5111 (1,5093) Schweizer Franken festgelegt. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.134,75 (1.130,00) Dollar gefixt. Der Kilobarren kostete 24.492,60 (24.342,40) Euro.

dpa-infocom