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Landschaftsblick gestört: Stromberger Stadtrat mehrheitlich gegen Windräder in Nachbar-Verbandsgemeinde Rhein-Nahe

Stromberg Dass die Nachbar-Verbandsgemeinde Rhein-Nahe in einer ihrer Dörfer, Waldalgesheim, Windräder aufstellen lassen will, stört die Stromberger. Nicht etwa, weil die Bürger der Stadt des Deutschen Michel grundsätzlich gegen die Windkraft eingestellt sein.

Wohl aber, weil man die Rotoren von der Stadt aus sehen kann.Nicht gegen Windräder grundsätzlich, wohl aber gegen den Standort im benachbarten Waldalgesheimer Wald in Sichtweite zur Stadt Stromberg (etwa vom Schindeldorf aus) richtet sich der Mehrheitsbeschluss des Stadtrates, das von der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe eingeleitete Raumordnungsverfahren abzulehnen.

Die Stromberger Ratsleute kritisieren damit die Vorgehensweise der VG Rhein-Nahe, Windräder nur in den Randgebieten ihrer Gemeinden auszuweisen „und somit angrenzende Dörfer mittelbar zu beeinträchtigen“.

Stromberg arbeite derzeit an einem touristischen Konzept, das vor allem Wander- und Radwege beinhalte. Rotoren störten da nur, die Landschaft werde verspargelt. Die Stadt mache sich auch die Argumente von Warmsroth, das sich ebenfalls gegen die geplanten Standorte ausgesprochen hat, zu eigen. Es gehe dabei nicht um eine Diskussion für oder gegen Windkraft, wurde im Stadtrat erneut betont. Der Bauausschuss der Stadt hatte schon am 27. September eine ablehnende Empfehlung geäußert, der man sich nun anschließen solle, riet Stadtbürgermeisterin Klarin Hering. 11 der 19 Ratsmitglieder stimmten ihrem Vorschlag zu, zwei enthielten sich und sechs votierten mit Nein. (wie)

So, 15. Nov. 2009, 9:10 © Rhein-Zeitung & Rhein-Zeitung
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