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In Feuerwehr investieren

VG Rüdesheim. Der Haupt- und Finanzausschuss der Verbandsgemeinde Rüdesheim brachte Investitionen für die Feuerwehren auf den Weg.

So werden die beiden in die Jahre gekommenen Tragkraftspritzen der Einheiten Allenfeld und Hergenfeld für 20 000 Euro ersetzt.

Die immer häufiger auftretenden Unwetter mit Kellerüberflutungen machen den Kauf von zwei zusätzlichen Allzweckpumpen und zehn Tauchpumpen für 16 000 Euro erforderlich. Auch vor diesem Hintergrund werden 17 Wechselstromerzeuger für 62000 Euro angeschafft.

Bürgermeister Markus Lüttger sagte, das sei sinnvoll, weil Überflutungen auch oft mit Stromausfällen einhergehen. Außerdem gebe es eine Anweisung des Landes, wonach im Katastrophenfall die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren und der reibungslose Ablauf in den Gerätehäusern zu gewährleisten sei. Bei einem Ausfall der Stromversorgung seien die Gebäude mithilfe der neuen Aggregate autark, die Aktiven könnten ihren Aufgaben uneingeschränkt nachkommen. Zu diesem Ausrüstungspaket gehören auch 18 Lagermodule für die Stromerzeuger.

Von den 500 Wehrleuten der Verbandsgemeinde sind etwa die Hälfte mit Funk-Rufmeldern für stille Alarmierungen ausgestattet. Mit der flächendeckenden Einführung einer digitalen Funk-Ruftechnik ist erst in einigen Jahren zu rechnen, so Lüttger. Um eine rasche Alarmierung zu gewährleisten, wurden für 28 000 Euro erneut 75 Rufmelder in Analogtechnik gekauft, ersetzen teils ältere Geräte. Für 18 000 Euro wird die Computerausstattung der Feuerwehr mit moderner Hard- und Software versehen, so unter anderem in der Leitzentrale und dem in Gutenberg stationierten Einsatzleitfahrzeug. Für die Wehren werden außerdem weitere neun Laptops beschafft.

Das Tragkraftspritzenfahrzeug der Schloßböckelheimer Wehr, ein zweisitziger Eigenausbau, hatte vor einiger Zeit einen Unfall (Schaden: rund 6000 Euro) und soll bald durch ein Neufahrzeug ersetzt werden. Der Bürgermeister hofft, dass mit dem Reparaturkostenanteil, den Zuschüssen vom Land und dem Förderverein der Feuerwehr und einem Eigenanteil der Verbandsgemeinde von 15 000 Euro ein Neufahrzeug beschafft werden kann. Der Ausschuss genehmigte diesen Lösungsvorschlag.

Lüttger gab bekannt, dass die Regelung zur Altersteilzeit Ende dieses Jahres ausläuft. Eine Umfrage unter den Mitarbeitern habe ergeben, dass es vier Interessenten für eine Teilzeitregelung im Blockmodell gibt. Die bei dieser Regelung zu schaffenden Ersatzarbeitsplätze könnten durch Übernahme von Auszubildenden besetzt werden. Das käme seinen Vorstellungen sehr entgegen, sagte der Bürgermeister, zumal die Auswirkungen auf den Personalhaushalt „tragbar“ seien.

Außerdem wurde dem VG-Rat empfohlen, die Hauptsatzung zu ändern. Nach der EU-Dienstleistungsrichtlinie darf das Mitteilungsblatt wegen eines nicht amtlichen Teils nicht mehr als „amtliches Mitteilungsblatt“ geführt werden. Die amtlichen Veröffentlichungen sollen aber weiter im „Mitteilungsblatt der VG“ abgedruckt werden.

(wld)

Mo, 16. Nov. 2009, 19:08 © Rhein-Zeitung & Rhein-Zeitung
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