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Studienwahl nicht nur von Gebühren abhängig machen

Berlin Schulabgänger machen ihre Studienwahl besser nicht nur davon abhängig, ob sie Gebühren zahlen müssen oder nicht.

«Ich würde davon abraten, das zum alleinigen Entscheidungskriterium zu machen», sagte Stefan Grob von Deutschen Studentenwerk in Berlin.

Es lohne sich nicht, ein Studienangebot zweiter Wahl anzunehmen, nur um keine Gebühren zu zahlen. «Diese Rechnung geht nicht auf. Damit macht man sich nur unglücklich.» Zudem sei dies nur auf den ersten Blick billiger. Wenn Hochschüler in ihrem Wunschfach und an ihrer Wunschuni studieren, seien auch die Erfolgsaussichten höher - das könne sich hinterher auszahlen.

Zwar erheben derzeit nur 6 der 16 Bundesländer Gebühren im Erststudium, nämlich Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und das Saarland. Dort will die neue Jamaika-Koalition die Gebühren außerdem abschaffen. Studienbewerber können Gebühren also umgehen, indem sie in ein gebührenfreies Land ziehen.

Das ist Stefan Grob zufolge aber leichter gesagt als getan. Schließlich ist ein Umzug nicht nur mit Kosten verbunden - Studenten geben auch Kontakte auf, die später wichtig sein können. «Man kann also nicht einfach sagen: Geh doch nach Sachsen», sagte Grob. Allerdings lohne es sich, auf Gebührenunterschiede zwischen den einzelnen Hochschulen eines Landes zu achten - in Bayern und Nordrhein-Westfalen etwa sind Gebühren nicht für alle Hochschulen gleich hoch.

Auch sollten Bewerber aus dem Westen dem Osten eine Chance geben, meinte Grob. Viele hätten Vorurteile und schlössen einen Umzug in die neuen Länder von vornherein aus. «Dabei ist dort die Ausstattung der Hochschulen und die Betreuungsrelation besser.»

Studenten in Gebührenländern sollten sich zudem beraten lassen, ob sie sich von der Zahlungspflicht befreien lassen können, riet Grob. So gebe es Sonderregeln für Härtefälle oder Studenten mit mehreren Geschwistern: In Baden-Württemberg etwa müssen in Familien mit drei oder mehr Kindern höchstens zwei von ihnen Gebühren zahlen.

Aktionsbündnis gegen Studiengebühren: www.abs-bund.de

dpa-infocom



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