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Beim Fernseher-Kauf nicht nur auf Logos achten

Hamburg In vielen deutschen Haushalten steht schon ein Flachbildfernseher.

Ob nun ein Plasma-Modell oder ein LCD-Gerät - wer sich heute einen neuen Fernseher zulegt, kommt um ein flaches Gerät kaum herum.

Design ist jedoch nicht alles. Durchaus kann es sein, dass mit einem neuen Apparat nicht gleich ein besseres Bild ins Haus kommt. Bei der Anschaffung muss deshalb einiges beachtet werden.

«Man muss sich zumindest darüber im Klaren sein, wie groß der Fernseher sein soll und wie viel Geld man in der Tasche hat», sagt Christoph de Leuw von der Zeitschrift «Audio Video Foto Bild». Will man wegen der Größe seines neuen Bildschirms nicht gleich die ganze Schrankwand umbauen, ist das meist kein Problem: Die gängigste Größe bei Flachbildfernsehern entspricht der großer Röhrenfernseher - ein Gerät mit 80 Zentimeter Diagonale sollte an den alten TV-Platz passen. Der Trend gehe jedoch mittlerweile deutlich zu größeren Formaten, so de Leuw: Diagonalen von rund 94 und 100 Zentimeter würden schon sehr häufig gekauft.

Welches Gerät das Richtige ist , hängt auch davon ab, wie man Fernsehen empfängt: ob mit DVB-T, mit analogen oder digitalen Kabel oder über Satellit. Oft besitzen neue Fernseher zumindest ein Empfangsteil für das DVB-T genannte digitale Antennenfernsehen. Je teurer der Fernseher, desto eher ist er zusätzlich mit Tunern für digitales Satelliten- oder Kabelfernsehen (DVB-S/DVB-C) ausgestattet.

Vergleicht der Interessent die Kosten für ein neues Gerät mit den Preisen für Röhrenfernseher von vor 10 oder 15 Jahren, wäre er angenehm überrascht. «Teilweise ist es heute schwierig, so viel Geld für einen Fernseher auszugeben wie früher», stellt de Leuw fest. Ein guter und großer Röhrenfernseher habe nicht selten zwischen 2000 und 4000 Mark gekostet.

Doch nicht nur Preise und Größen machen den Unterschied von Röhre und Flachbild aus: «Die neuen Techniken bringen neue Eigenschaften mit sich», so Friedrich Gierlinger vom Institut für Rundfunktechnik (irt) in München. Zum Beispiel habe die LCD-Technik den Nachteil, dass das Licht, das die Bilder herstellt, nicht wie beim Röhrenfernseher mit Pausen brennt, sondern von Bild zu Bild ineinander übergeht.

Die Lichtunterbrechungen, die bei Röhren stattfinden, schaffen einen gewissen Rhythmus und kontinuierliche Bedingungen, die dem Bild Schärfe mitgeben. Gegen die Bewegungsunschärfe von LCDs setzen die Hersteller vermehrt Tricks ein: Üblicherweise wird das TV-Signal mit 50 Wiederholungen in der Minute, also mit 50 Hertz gesendet. Um Bewegungsunschärfen zu verringern, kann man die Wiederholrate durch das Hinzurechnen von Bildern im Fernseher steigern. Viele Hersteller setzen daher jetzt auf 200 Bilder in der gleichen Zeit, also auf 200 Hertz. Die Bewegungsunschärfe sei damit meist noch nicht ganz beseitigt, so Gierlinger. Jedoch werde die Qualität damit verbessert.

«Wer mit seinem Röhrenfernseher zufrieden ist und ohnehin nur analoges Fernsehen per Kabel empfängt, braucht keinen neuen Flachbildfernseher», urteilt Jürgen Nadler von der Stiftung Warentest in Berlin. Die Qualität der Geräte habe allerdings stark zugenommen. Die Probleme, die es noch vor zwei oder drei Jahren mit den Fernsehern gab, beispielsweise sehr niedrige Betrachtungswinkel bei LCDs, seien aus der Welt geschafft.

Wer mit dem Kauf eines neuen Fernsehers noch etwas wartet, kann auch Geld sparen: Ein Modell, das aktuell einen Test mit «gut» besteht, könne in einem halben Jahr schon deutlich günstiger sein, erläutert Jürgen Nadler. Achten sollte der Käufer bei größeren Geräten vor allem auf den Stromverbrauch. Hier werden die Fernseher noch verbessert.

Bei der Display-Technik, ob Plasma oder LCD, verhalte es sich so wie bei Benziner und Diesel - beide fahren. Der Verbraucher sollte da nicht voreingenommen zum Kauf gehen. Jeder sollte für seine Zwecke selbst entscheiden, welches Gerät für ihn besser geeignet ist, so de Leuw. In der Regel bieten Plasmas den größeren Betrachtungswinkel, was von Vorteil ist, wenn man gern mit vielen Leuten fernsieht. Preislich nehmen sich die beiden Technologien in der Regel ebenfalls kaum etwas. Plasmafernseher gibt es allerdings erst ab einer Größe von 94 Zentimeter, und sie verbrauchen deutlich mehr Strom.

Logos wie «Full-HD» oder «HD-Ready» müsse man beim Kauf eines neuen Fernsehers nicht beachten. «HD-Ready», also für die Darstellung von hochauflösenden Fernsehen (HDTV) geeignet, sind neue Geräte ohnehin alle. Und «Full-HD» bedeute quasi bei jedem Hersteller etwas anderes, so de Leuw. Der Verbraucher sollte sich also nicht unbedingt für den Hersteller entscheiden, der die meisten Logos aufgeklebt hat: «Das heißt nicht gleich, dass es das beste Gerät ist.» Von Erik Rossel, dpa

dpa-infocom



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