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Happy Birthday Android: Ein Jahr Google-Handy

Stuttgart/Bonn Android hat Geburtstag: Am 22. Oktober 2008 hat T-Mobile in den USA das erste auf dem maßgeblich von Google entwickelten Betriebssystem basierende Handy in den Handel gebracht.

«T-Mobile G1 with Google» heißt das Smartphone vom Hersteller HTC. In der schnelllebigen Handywelt gehört es inzwischen fast schon zum alten Eisen und wird als Ein-Euro-plus-Vertrag-Offerte verkauft. Doch was leisten die Nachfolger? Und hält Android die Versprechen seiner Entwickler?

Hinter Androids Entwicklung steht das Unternehmenskonsortium Open Handset Alliance (OHA). Diesem gehören neben T-Mobile und Google mehr als 40 Firmen an. Ziel war es laut der OHA, den Anwender von dem Betriebssystem etwa dadurch profitieren zu lassen, dass dieses mehr Anwendungen zur Verfügung stellt. Der Grund dafür: Im Prinzip kann jeder Software für Android schreiben und anbieten. Und das mobile Betriebssystem sollte günstiger sein.

Zumindest mit dem G1 von T-Mobile wurde diese Erwartung erfüllt. Doch weder das Nachfolgemodell T-Mobile G2 Touch noch das ebenfalls mit Android arbeitende Magic von Vodafone sind Billigheimer: Beide Geräte kosten ihrer technischen Ausstattung gemäß gutes Geld: das Magic ohne Vertrag 489 Euro.

Mit Vertrag werden je nach Tarif ein Euro fürs Handy und monatlich zwischen 25 und 95 Euro Grundgebühr fällig. «Und einen guten Datentarif brauche ich», sagt Markus Eckstein von der in Stuttgart erscheinenden Telekommunikations-Zeitschrift «connect». Schließlich soll ein Android-Handy im besonderen Maße dem mobilen Surfen sowie dem E-Mailen unterwegs dienen.

Das aktuellste Modell dürfte Samsungs Galaxy I7500 sein. Das Quad-Band-Gerät bringt alles mit, was ein Smartphone heute zu bieten hat: UMTS, WLAN, GPS, Touchscreen und Fünf-Megapixel-Kamera. Rund 400 Euro kostet Galaxy mit seinem 8 GB großen internen Speicher. Im Vergleich zu anderen Smartphones ist es relativ günstig. Im Oktober wird zudem T-Mobile ein neues Android-Handy auf den Markt bringen: Das UMTS-Gerät unterstützt Downloads mit Geschwindigkeiten von bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde.

Wie das iPhone lässt sich auch ein Android-Modell bei Bedarf mit zusätzlichen Anwendungen erweitern. «Dadurch kann der Anwender das Handy an seine Bedürfnisse anpassen», sagt Alexander von Schmettow, Sprecher von T-Mobile in Bonn. Bezogen werden die mit den Apps für das iPhone vergleichbaren Programme über den «Android Market». Der Online-Shop ist direkt über das Handy zu erreichen.

«Eine meiner Lieblingsanwendungen ist Wikitude», sagt Stefan Keuchel, Google-Deutschland-Sprecher in Hamburg. Dahinter verbirgt sich eine Art elektronischer Reiseführer: Richtet der Anwender die Kamera seines Handys zum Beispiel auf einen Berg, zeigt das Programm dessen Namen und Höhe an. Insgesamt bietet Wikitude Informationen zu rund 350 000 Sehenswürdigkeiten. Dirk Rombach von Samsung schwärmt für «Hoccer»: «Damit kann man Kontakte von einem Handy zum anderem durch Wurf- und Fangbewegungen übertragen - wie beim Frisbeespielen.»

Das Angebot auf dem Android Market ist noch nicht so prall wie das in Apples App Store, aber größer als das im Ovi Store von Nokia. Kritik wird hin und wieder an Androids Google-Anbindung laut: Ein E-Mail-Konto bei dem Anbieter braucht, wer alle Funktionen des Handys aktivieren will. Allerdings lassen sich auch E-Mail-Konten anderer Anbieter einbinden und nutzen. «Wenn ich mich auf die Aktivierung über Google einlasse, sind Android-Handys sehr komfortabel», sagt Eckstein.

Zum jetzigen Zeitpunkt hatten Eckstein und andere Handy-Experten jedoch mehr Android-Geräte erwartet. «Das geht jetzt erst langsam los», sagt Eckstein. Laut Google-Sprecher Stefan Keuchel werden es bis Ende des Jahres mindestens zehn Modelle sein. Gemessen an Handys mit anderen Betriebssystemen ist das aber immer noch nicht viel.

Android ist zwar als System für Handys entwickelt worden. Doch sein Einsatz wird sich nicht auf Mobiltelefone beschränken. Archos zum Beispiel hat kürzlich einen Android-basierten Multimedia-Player vorgestellt. Und dass es schon bald die ersten Netbooks mit Android geben wird, ist so gut wie sicher. Von Sven Appel, dpa

dpa-infocom



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