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Motorola versucht den Neuanfang mit Google-Handys

Hamburg Mit seinen Klapphandys war Motorola zumindest für eine kurze Zeit die Stilikone der schnelllebigen Mobilfunkbranche.

Doch der Ruhm ist längst verblasst: Der Veteran verpasste den Trend zum mobilen Internet, den Rivalen wie Apple und Research in Motion setzten.

Nun unterzieht sich der US-Konzern einer Verjüngungskur und bringt - Jahre nach den Konkurrenten - ebenfalls Multimedia-Handys auf den Markt. Ab Montag gibt es sie auch in Deutschland.

Für Motorola ist es ein kompletter Neuanfang. 2008 kündigte der US-Konzern an, seine Geschäfte aufzuspalten. Für die kriselnde Handysparte fand sich jedoch kein Käufer. So verblieb sie im Konzern, der frühere Qualcomm-Manager Sanjay K. Jha übernahm die Führung. «Der Fisch stinkt vom Kopf her», sagte der Technologie-erfahrene Mann. Das Management habe versäumt, die Ingenieure und Programmierer auf die Erwartungen des Marktes einzuschwören. So krempelte Jha zunächst die Führungsetage um.

Anschließend räumte er in der Produktpalette des Konzerns auf: Weniger Geräte, weniger Betriebssysteme. Der Konzern setzt nur noch auf Googles Betriebssystem Android und Microsofts Windows Mobile, wie übrigens auch der erfolgreiche Rivale HTC. Binnen eines Jahres entwickelten die Motorola-Ingenieure neue Geräte.

Derweil bröckelten die Marktanteile weiter. Im dritten Quartal brach Motorolas Weltmarkt-Anteil laut Daten des Marktforschungsinstituts Gartner im Jahresvergleich um knapp die Hälfte auf 4,5 Prozent ein. Den schicken Multimedia-Handys hat der Traditionskonzern derzeit nichts entgegen zu setzten.

Die Trendwende sollen zwei Handys mit dem Google-Betriebssystem Android bringen. Cliq, in Europa Dext genannt, kommt aber in Deutschland erstmal nicht auf den Markt. Das Handy Droid, das hier unter dem Namen Milestone vermarktet wird, soll ab kommender Woche in den Läden von O2 und bei der Kette «The Phone House» liegen. Vodafone plant den Start noch bis Ende November.

Das neue Motorola-Flaggshiff Droid ist in den Augen des «New York Times»-Kolumnisten David Pogue zwar kein «iPhone-Killer», aber ein «Killer-Handy»: «Es ist unglaublich schnell und es macht Spaß, es zu benutzen», lobt der Experte.

Die «Killer-Applikation» fehlt dem neuen Smartphone allerdings auf dem europäischen Markt. Denn das kostenlose Navigationssystem, das die Version 2.0 der Android-Software enthält, gibt es bislang nur in Nordamerika. Für den US-Markt spricht WestLB-Analyst Thomas Langer von einem «Lebensretter». «Im europäischen Wettbewerb fehlt Motorola allerdings so ein Alleinstellungsmerkmal», sagt Sal.-Oppenheim- Analyst Nicolas von Stackelberg.

Ob sich Motorola angesichts scharfer Konkurrenz von Apple, HTC oder des neuen Sony Ericsson-Smartphones X10 durchsetzen wird? Der Konzern erhöhte jedenfalls bei der Vorlage der jüngsten Zahlen die Prognose für die nächsten drei Monate - wegen der guten Aussichten für seine beiden neuen Hoffnungsträger. Gartner-Analystin Caroline Milanesi vermisst zwar persönlich die «Finesse» im Design. «Aber zumindest können sie wieder mit den Wettbewerbern mithalten.» Von Christof Kerkmann, dpa

dpa-infocom


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