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Kampf um letzte WM-Tickets: Favoriten zittern

Hamburg Tag der Entscheidung: Beim Kampf um die letzten sechs WM-Tickets zittern die Fußball-Größen Portugal, Russland und Otto Rehhagels Griechen.

Die Außenseiter aus Slowenien und Bosnien-Herzegowina glauben weiter an die Chance ihres Lebens.

Während Frankreich sich mit dem 1:0 in Irland eine gute Ausgangsposition für das Relegationsspiel verschafft hat, müssen alle anderen Playoff- Teilnehmer noch um ihr Südafrika-Ticket bangen. Portugal und Russland siegten zwar vor heimischem Publikum, müssen jetzt aber bei den unangenehmen Widersachern in Bosnien-Herzegowina und Slowenien bestehen. Die Griechen kamen im Hinspiel gegen die Ukraine nicht über ein 0:0 hinaus. Neben den Spielen der Europa-Qualifikation kämpfen auch Uruguay gegen Costa Rica und Algerien gegen Ägypten noch um die WM-Teilnahme 2010.

Für Griechen-Coach Rehhagel steht nicht nur die WM-Teilnahme auf dem Spiel, sondern auch seine Zukunft als Nationaltrainer. Diesen Posten könnte der 71-Jährige ausgerechnet in seinem 100. Länderspiel mit dem Europameister von 2004 in der Ukraine verlieren. Der Vertrag läuft noch bis zum Ende der WM - wenn sich die Griechen qualifizieren. Doch nach einem wenig Mut machenden 0:0 im Hinspiel befürchten die Fans, dass Rehhagel erneut mauert und auf ein Glückstor oder aufs Elfmeterschießen setzt. Im letzten Training in Athen wurden schon mal Strafstöße geübt. Offen ist, ob der Leverkusener Theofanis Gekas oder der Nürnberger Angelos Charisteas als einzige Spitze aufläuft.

In Portugal ist die Stimmung ähnlich angespannt. «Das wird die Hölle auf Erden», schrieb das Sportblatt «A Bola» vor dem Rückspiel im bosnischen Zenica. Trotz des 0:1 aus dem Hinspiel will der Außenseiter mit dem Bundesliga-Quintett Edin Dzeko, Vedad Ibisevic, Zvjezdan Misimovic, Sejad Salihivic und Zlatan Bajramovic die große Sensation schaffen. Wenn es nach Heimcoach Miroslav Blazevic geht, werden der verletzte Megastar Cristiano Ronaldo und seine «Selecção»- Kollegen die WM im Fernsehen verfolgen. «Wir werden wie ausgehungerte Wölfe attackieren», tönte Blazevic. Zenica werde «brennen» und Bosnien erstmals zur WM fahren.

Einen Vorgeschmack auf die angeheizte Stimmung im Lande bekamen die Portugiesen bei der Ankunft in Sarajevo. Dutzende Fans beschimpften, bespuckten und bedrohten auf dem Flughafen die Gäste. Portugal will bei der FIFA Protest einlegen, weil die bosnische Polizei am Montagabend tatenlos zugeschaut haben soll.

In der «Grande Nation» macht sich vor dem Rückspiel gegen Irland in Paris nicht nur Optimismus, sondern sogar etwas Hochmut breit. Schon wird vom WM-Sieg geträumt. «Wir werden trotz des Vorteils nicht auf Torsicherung, sondern auf Angriff spielen», sagt Nicolas Anelka, der mit seinem Treffer der «Held von Dublin» war. Der 30-Jährige und Thierry Henry (32) bilden wieder das Routinier-Duo hinter Mittelstürmer André-Pierre Gignac.

Die Franzosen haben die Rechnung allerdings ohne die Iren gemacht. Nationaltrainer Giovanni Trapattoni gab sich kämpferisch: «Wie hat Barack Obama so schön gesagt: 'Yes, we can!' Ich habe in meiner Karriere schon ganz andere schier unmögliche Auswärtssiege gelandet.» Unterstützung haben die Iren reichlich: Rund 25 000 Fans werden in Paris erwartet.

Russland hat in Slowenien noch eine Rechnung offen. In der WM-Qualifikation vor acht Jahren verlor das Team in der Hauptstadt Ljubljana durch einen umstrittenen Elfmeter in der letzten Spielminute 1:2. «Wir werden mit Wut im Bauch spielen», kündigte Torwart Igor Akinfejew an. Zwar geht die Mannschaft von Trainer Guus Hiddink an diesem Mittwoch nur mit einem dünnen 2:1-Vorsprung aus dem Hinspiel in Moskau in die Partie gegen die Gastgeber. Aber Hiddink verbreitet Zuversicht. «Wir sind immer für Tore gut, und schon ein Auswärtstreffer könnte reichen.»

Wie wichtig Moskau die Partie in Maribor nimmt, zeigen auch die Pläne von Präsident Dimitri Medwedew: Er will zur Unterstützung der Mannschaft vom EU-Russland-Gipfel in Stockholm nach Maribor reisen. Sloweniens Regierungschef Borut Pahor hat für den Fall einer WM- Qualifikation gar versprochen, die Schuhe aller Nationalspieler zu putzen. Von Catherine Simon, dpa

dpa-infocom


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