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DFB-Chef Zwanziger: Für Fairness und Integration

Berlin (dpa) - Seit fast genau fünf Jahren an der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) reicht das Engagement von Theo Zwanziger weit über den Fußballplatz hinaus.

Der 64-Jährige hat sich vor allem den Kampf für Fairness und Integration auf die Fahnen geschrieben.

«Von einem Fritz Walter wird man lange nach seinem Tod sprechen, von Maradona nicht. Die Hand Gottes war Betrug, Fairplay ist es nicht», hat Zwanziger einmal gesagt. Mit dem Leo-Baeck-Preis würdigte der Zentralrat der Juden in Deutschland in diesem Jahr vor allem die Beharrlichkeit des Juristen im Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung und Rechtsextremismus.

Im Jahr 1992 wurde Zwanziger, der als Mann der Basis gilt, als Beauftragter für soziale Integration in den Vorstand des DFB berufen. Neun Jahre später wurde er Schatzmeister und ab 2004 für zwei Jahre geschäftsführender Präsident als Teil der Doppelspitze mit Gerhard Mayer-Vorfelder. «Ich bin kein Machtmensch», sagt der stets freundlich, aber bestimmt auftretende Zwanziger. Seit September 2006 steht Zwanziger alleine an der Spitze des DFB.

Unter Zwanzigers Regie rief der Verband 2005 den Julius-Hirsch-Preis ins Leben, der an den in Auschwitz ermordeten jüdischen Nationalspieler Julius Hirsch erinnert. Dafür zeichnete der Verein «Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V.» Zwanziger im November 2008 mit dem gleichnamigen Preis aus.

Zuvor erhielt der Präsident des größten Sportfachverbands der Welt (mehr als 6,5 Millionen Mitglieder), der als sehr bodenständig gilt, im Jahr 2005 bereits das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse und 2007 den «Trautmann Award» für sein Engagement im Kampf gegen Vorurteile und Ressentiments. Dabei wurde auch Zwanzigers Förderung des Frauenfußballs gewürdigt.

Die Entwicklung des Mädchen- und Frauenfußballs lag Zwanziger stets besonders am Herzen. Den Gewinn des WM-Titels der deutschen Frauen in Schanghai im Sommer 2007 bezeichnete Zwanziger kurz darauf als «schönsten Moment meiner bisherigen Amtszeit».

dpa-infocom