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Nationalmannschafts-Psychologe: Gesprächsangebot

Frankfurt/Main (dpa) - Der Psychologe der deutschen Fußball- Nationalmannschaft, Hans-Dieter Hermann, hat nach dem tragischen Tod von Torhüter Robert Enke den schockierten Spielern weitere Gespräche angeboten.

«Wir saßen am Mittwoch schon mit der Mannschaft zum Gedankenaustausch ausführlich zusammen und werden dieses Angebot von Seiten der Trainer, des Managers und auch mir, weiter aufrechterhalten», erklärte der 48-Jährige in einem Interview auf der Internetseite des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Hannovers Torhüter Enke hatte wegen Depressionen am Dienstagabend Selbstmord begangen.

Hermann forderte zudem einen offeneren Umgang mit dem Thema Depressionen in der Gesellschaft. Spieler, die unter dieser Krankheit litten, sollten «schneller Hilfe bekommen» können. «Dazu bräuchte man aber mehr als nur ein paar Wenige, die nach außen gehen. Die Angst, stigmatisiert zu werden, ist groß. Manche - wie es auch Teresa Enke für Robert beschrieben hat - fürchten sich existenziell», sagte der Sportpsychologe.

Anfang September habe Enke über eine zunächst nicht erklärbare Erschöpfung geklagt, sagte Hermann. Dabei musste man nach Ansicht des Psychologen und des Mannschaftsarztes Tim Meyer eine mögliche Depressivität oder Depression in Betracht ziehen. Doch: «In einem etwa einstündigen Gespräch gab es für mich damals keinerlei Hinweis auf diese Erkrankung. Im Gegenteil, Robert beschrieb sich außerhalb dieser Müdigkeit als privat und sportlich glücklichen Menschen mit klaren Zukunftsideen», sagte Hermann.

dpa-infocom