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Alternative Antriebe: Hybrid, Elektro, Autogas

Frankfurt/Main - Bei der diesjährigen Internationalen Automobilausstellung IAA in Frankfurt standen alternative Antriebe noch stärker im Mittelpunkt als in den vergangenen Jahren. Die einzelnen Antriebsarten kurz vorgestellt:

- Autogas: Die Umrüstung auf Autogas ist bei fast allen Benzin-Motoren möglich. Als Kosten fallen einmalig zwischen 1200 Euro und 3500 Euro an. Die Investition rentiert sich bei Vielfahrern, da Autogas deutlich günstiger zu haben ist als Benzin. Allerdings ist Autogas nicht an jeder Tankstelle erhältlich. Der Zusatztank wird meist im Kofferraum untergebracht und schmälert somit den Platz für Gepäck. Wird der Autogas-Tank leer, kann während der Fahrt problemlos auf Benzin umgeschaltet werden. Häufige verwendete Abkürzung: LPG für «liquefied petroleum gas».

- Erdgas: Erdgasfahrzeuge kommen häufig im Flottenbetrieb von Behörden in Zusammenarbeit mit Gasversorgern zum Einsatz. Förderungen für Gewerbetreibende und Privatpersonen gibt es von Bund und Ländern sowie vielen Stadtwerken etwa in Form von Tankgutscheinen. Zahlreiche Hersteller bieten Personenwagen-Modelle an, daneben gibt es auch Transporter und Erdgas-Busse. Die Erdgastanks werden meist unter dem Fahrzeugboden angebracht, so dass der Gepäckraum vollständig erhalten bleibt. Vorteile des Erdgasfahrzeugs sind die unter anderem wegen des geringen Steuersatzes niedrigen Kraftstoffkosten sowie der im Vergleich zu herkömmlichen Kraftstoffen geringere Schadstoffausstoß. Das Tankstellennetz ist in Deutschland noch begrenzt. Auf Autobahnen wird auf entsprechende Zapfsäulen mit der Abkürzung CNG für «compressed natural gas» hingewiesen.

- Hybrid: Hybrid-Fahrzeuge verfügen über eine Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor. Dabei ist aus Kostengründen die Kombination mit einem Benzinmotor häufiger als mit einem Diesel. Unterschieden wird zwischen «milden», «vollen» und «Plug-in»-Hybriden. Bei «milden» Versionen lädt sich die Batterie etwa beim Bremsen oder bei Bergabfahrten und unterstützt den Verbrennungsmotor bei der Fahrt. Ein «volles» Hybridauto kann auch rein elektrisch fahren. Bei einem «Plug-in»-Fahrzeug wird die Batterie an der Steckdose aufgeladen. Dadurch verlängert sich die Strecke, die im Elektrobetrieb zurückgelegt werden kann.

- Elektro: Elektroautos werden derzeit in Testflotten auf ihren Alltagseinsatz geprüft. Auch arbeiten die Hersteller mit Versorgern zum Aufbau einer Infrastruktur für Ladestationen zusammen. Als Herzstück der Fahrzeuge gelten die Batterien. Die Energiespeicher müssen noch billiger, kleiner und leichter werden. Zudem ist eine höhere Speicherkapazität erforderlich, damit sie eine größere Reichweite bieten.

- Brennstoffzelle: Die Brennstoffzelle galt lange Zeit als Königsweg für den umweltfreundlichen Antrieb. Denn bei der Energiegewinnung aus Wasserstoff und Sauerstoff bleibt nur Wasserdampf übrig. Geklärt werden muss aber, wie der Wasserstoff energieeffizient und umweltschonend gewonnen werden kann. Zudem sind technologisch noch einige Hürden zu nehmen. Derzeit haben die Hersteller vor allem Einzelfahrzeuge im Testeinsatz. Die Technologie gilt weiterhin als sehr teuer. Damit sich die Antriebsform durchsetzen kann, ist der Aufbau eines Tankstellen-Netzes in Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand, Energieerzeugern und der Mineralölindustrie notwendig. Häufig findet für die Brennstoffzelle die englische Bezeichnung «fuel cell» Verwendung.

dpa-infocom