Umweltlabeln nicht blind vertrauen
Berlin Verbraucher trauen Umweltlabeln lieber nicht blind.
Denn nicht alle Siegel garantieren nachhaltige und umweltfreundliche Produkte, erläutert die Umweltschutzorganisation BUND in Berlin.
Vorsicht sei geboten, wenn andere Labels als das Bio- Siegel oder der Blaue Engel auf der Packung zu finden sind. Käufer sollten in solchen Fällen die Herstellerangaben genau prüfen.
Einige Siegel weisen laut BUND nur auf einen bestimmten Aspekt, etwa die umweltfreundliche Verpackung, hin. Weitere Auskünfte über den Produktionsprozess oder die Inhaltsstoffe geben sie dagegen nicht. Werbe-Aufdrucke wie «ohne Konservierungsstoffe» oder «ohne Ammoniak» hält die Organisation sogar für irreführend, wenn darüber hinaus nichts zur Umweltverträglichkeit des Produktes angegeben ist.
Auch das Datum der Siegelvergabe sollte beachtet werden. Elektrogeräte zum Beispiel, die vor zwei Jahren als «besonders energieeffizient» ausgewiesen wurden, seien im Vergleich mit jüngeren Modellen heute oft schon wahre Stromfresser.
Und bei Lebensmitteln gelte: Zwar erfüllen alle Bio-Nahrungsmittel die Mindeststandards der EU-Ökoverordnung. Die Standards der deutschen Bio-Anbauverbände für die Vergabe ihrer eigenen Siegel sind jedoch strenger. Deren Produkte sind laut dem BUND daher umweltfreundlicher.
dpa-infocom
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