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Motorsport

Fahrerroulette: Räikkönen nicht zu Mercedes

London Noch neun Formel-1-Teams suchen für die kommende Saison nach Fahrern, doch Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen will sich nicht aus dem Rallye-Exil locken lassen.

Der «Iceman» dementierte Verhandlungen mit dem neuen Mercedes-Werksteam, das nach dem Abschied von Jenson Button einen starken Partner für Nico Rosberg holen will. «Ich konnte mich nicht mit McLaren einigen, also habe ich mich für ein Sabbatjahr entschieden», sagte Räikkönen auf der offiziellen Formel-1-Homepage. Er rechne damit, dass Mercedes mit zwei deutschen Piloten fahren werde. Damit nährte der Finne die Spekulationen über einen Start von Nick Heidfeld im zweiten neuen Silberpfeil.

Räikkönens Berater hatten allerdings zuvor durchaus Kontakt zu Mercedes geknüpft. «Das Management von Kimi hat Nick Fry angerufen und mit ihm gesprochen», sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug der Deutschen Presse-Agentur dpa. Fry ist Geschäftsführer des von Mercedes übernommenen Brawn-Teams. «Vollkommen normal, dass man miteinander redet, solange ein Sitz zu belegen ist. Andere Fahrer und ihre Vertreter haben das auch getan. Entscheidungen gibt es keine», fügte Haug hinzu.

Räikkönen aber will von einer Bewerbung bei Mercedes nichts wissen. Er werde Rallye fahren und stellte sogar ein Formel-1- Comeback 2011 infrage. «Ich werde nur zurückkehren, wenn ich ein wettbewerbsfähiges Auto fahren kann», betonte der 30-Jährige.

Ohnehin ist fraglich, ob sich Mercedes Räikkönen überhaupt hätte leisten wollen. Bei seinem Wunschteam McLaren war er mit seinen Gehaltswünschen abgeblitzt. Wegen seines noch bis Ende 2010 laufenden Vertrags bei Ferrari kann der 156-maligen Grand-Prix-Teilnehmer von der Scuderia eine Abfindung von 17 Millionen Euro kassieren, wenn er im kommenden Jahr für kein anderes Team fährt. Mercedes will sein neues Werksteam auf Sparsamkeit trimmen und ließ deswegen auch Titelverteidiger Button zu McLaren ziehen. Räikkönen würde daher wohl nur schwerlich ins Gehaltsgefüge passen.

Bei der Suche nach einem Button-Ersatz will sich der neue Mercedes-Teamchef Ross Brawn ohnehin Zeit lassen. «Es wäre dumm, sich jetzt in eine schnelle Entscheidung treiben zu lassen», sagte der Brite der Online-Ausgabe des Fachmagazins «auto, motor und sport». Brawn wähnt Mercedes in einer guten Verhandlungsposition. «Ich glaube, das freie Cockpit bei uns ist der attraktivste freie Platz auf dem Markt», meinte er.

Auch bei der Konkurrenz wird noch intensiv nach der passenden Besetzung gefahndet. Lediglich vier Teams haben ihre Fahrersuche schon abgeschlossen: McLaren, Ferrari, Sebastian Vettels Red-Bull- Rennstall und Williams mit Debütant Nico Hülkenberg. Sicher im Cockpit sitzt auch der Wersauer Timo Glock, der beim Neuling Manor GP anheuerte. Der Gräfelfinger Adrian Sutil dürfte bei Force India bleiben.

Doch bei noch 12 freien Formel-1-Arbeitsplätzen kocht die Gerüchteküche weiter. Sogar Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve und Skandalpilot Nelson Piquet Jr., der mit seinem manipulierten Unfall in Singapur die «Crashgate»-Affäre ausgelöst hatte, fahren wieder auf dem Personalkarussell mit. Gute Aussichten haben der bei McLaren ausgemusterte Heikki Kovalainen, der als Partner von Robert Kubica bei Renault im Gespräch ist, und Routinier Jarno Trulli. Der vom Rückzug von Toyota betroffene Italiener wird mit Lotus in Verbindung gebracht. «Ich habe noch nichts unterschrieben. Ich verhandle mit mehreren Teams und werde bald entscheiden», sagte Trulli.

Neben den alten Bekannten dürften 2010 auch eine Menge neue Gesichter in der Königsklasse auftauchen. Gute Chancen werden den GP2-Piloten Pastor Maldonado (Venezuala), Witali Petrow (Russland) und Lucas di Grassi (Brasilien) eingeräumt. Auf jeden Fall kehrt der Name Senna in den PS-Zirkus zurück. Bruno, der Neffe der Motorsport- Legende Ayrton Senna, fährt künftig für Campos Meta. «Der beste Weg, mir einen eigenen Namen zu machen, sind Resultate. Die Formel 1 ist dafür das größte Schaufenster», sagte Bruno Senna.

dpa-infocom



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