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Kreditausschuss: Kartenaustausch fast abgeschlossen

Berlin Der Austausch von hundertausenden Kreditkarten in Deutschland ist nach Angaben des Zentralen Kreditausschusses (ZKA) bereits weitgehend abgeschlossen.

Die bisher größte Aktion dieser Art war angelaufen, nachdem Kundendaten gestohlen wurden - vermutlich bei einem spanischen Abrechnungsdienstleister. Mit den Daten hat es zumindest Betrugsversuche gegeben. Kunden berichteten von entsprechenden Mitteilungen ihrer Banken.

Die deutsche Kreditwirtschaft habe auf die Warnmeldungen von Visa und Mastercard umgehend reagiert, betonte der ZKA am Donnerstag (19.11.). Die betroffenen Verbraucher seien schon seit Anfang November informiert worden. Die Organisation wies damit Vorwürfe der Verbraucherschützer zurück, die Kunden nicht umfassend aufgeklärt zu haben.

«Wer als Kunde in den kommenden Tagen kein Schreiben mehr erhält, ist auch nicht betroffen», sagte ZKA-Sprecherin Melanie Schmergal. Die Verbraucher sollten sich nicht sorgen, weil Schäden in jedem Fall übernommen würden. Die Kunden haften dafür nicht. Bis zum Eintreffen der neuen Karten können die alten weiterbenutzt werden. Alle Banken und Sparkassen hätten die Überwachung der betroffenen Karten deutlich verschärft, so dass eventueller Missbrauch eingeschränkt werde.

Wie viele Kunden insgesamt von dem mutmaßlichen Datenklau bei einem spanischen Abrechnungsdienstleister betroffen sind, konnte der ZKA aber nicht angeben. Allein bei den Volks- und Raiffeisenbanken sollen es 60 000, bei den Sparkassen 190 000 Karten sein.

«Wir nehmen das Thema sehr ernst», sagte Schmergal. Die derzeitige Rückrufaktion sei aber nicht ungewöhnlich. Vorsorgliche Aktionen habe es in der Vergangenheit immer wieder gegeben. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzb) hatte am Mittwoch gefordert, die Banken müssten ihre Kunden über Missbrauchsfälle schneller informieren und für mehr Schutz der Daten sorgen. Die Dienstleister müssten zudem sicherstellen, dass ihre Systeme nicht von außen geknackt werden.

dpa-infocom



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