pic Zählpixel
kalaydo leftkalaydo logo
RZ-Blog  |  Twitter  Mobil&RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
RZ-Weinkolumne

 

Wein-Presse (23): Weine vom Discounter sind durchaus gut trinkbar

Die Lebensmittel-Discounter sind Deutschlands größte Weinhändler. Nur: Was ist da wirklich drin in den Flaschen von Aldi & Co.

- fiese Rachenputzer oder gute Tröpfchen? Ich bin einkaufen gegangen und habe Weine bis 2,50 Euro bei den drei größten Discountern gekauft und getestet. Das Fazit? Trinkbar sind alle.

Bei Billigweinen zählt nicht unbedingt Klasse, sondern Masse. Bei den umsatzstärksten Weinen werden mehr als eine Million Flaschen benötigt. Wein-Broker oder auch Kommissionäre kaufen im Auftrag der Discountketten die nötige Weinmenge zusammen. Die Fasswein-Verkaufspreise, die in Deutschland angeboten werden, sind für einen Weingenießer unvorstellbar niedrig: Die Spanne reicht von 20 Cent pro Liter für einfachsten Verarbeitungswein bis zu 1,50 Euro für eine Rheingau Riesling Spätlese. Die unterschiedlichen Sorten werden dann in einer Lohnkellerei so nachbehandelt, dass über einen längeren Zeitraum Abfüllungen mit ähnlichem Geschmack möglich werden.

Wer einen Wein kauft, wirft unweigerlich einen Blick auf das Weinetikett. Was auf dem Etikett steht, unterliegt detaillierten Regeln. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen verpflichtenden und zulässigen Angaben. Nach der deutschen Aufmachungsvorschrift müssen bestimmte Angaben leicht sichtbar auf dem Etikett gemacht werden. Dazu gehören die Qualitätsstufe des Weines sowie seine Art, die geografische Herkunft, der Abfüller, der Alkoholgehalt, das Nennvolumen der Flasche, die amtliche Prüfungsnummer sowie seit 2006 der Hinweis auf Sulfite, falls der Wein geschwefelt wurde. Außer diesen Pflichtangaben gibt es eine Reihe von Informationen, die wahlweise auf dem Etikett ausgewiesen werden dürfen. Am gängigsten sind Angaben zum Jahrgang, der Rebsorte und dem Anbaugebiet. Zusätzlich kann eine Geschmacksangabe wie trocken, halbtrocken, lieblich oder süß aufgeführt sein. Bei diesen Angaben haben die Abfüller einen Spielraum. Fehlt zum Beispiel der Jahrgang, ist davon auszugehen, dass der Wein aus verschiedenen Weinjahren verschnitten worden ist.

Die Trinktemperatur ist bei Billigweinen von großer Bedeutung. Die optimale Temperatur (Weiß- und Roséweine bei 9 bis 10 Grad und Rotweine ab 12 Grad), vielleicht sogar etwas kühler als gewohnt, hilft oft zu mehr Frische und Frucht.

RZO