Devisen: Euro überspringt Marke von 1,50 US-Dollar deutlich
FRANKFURT - Der Euro
"Es gibt weiterhin mehrere Faktoren, die gegen den Dollar sprechen", sagte Devisenexperte Cyrus de la Rubia von der HSH Nordbank. Ein wichtiger Grund für den anhaltend schwachen Dollar sei die Nullzinspolitik in den USA. Die US-Notenbank dürfte wegen der Schwäche am Arbeitsmarkt nicht vor dem dritten Quartal 2010 mit Zinserhöhungen beginnen. "Der Dollar bleibt damit auf Jahressicht eine Niedrigzinswährung." Anlagen in der US-Währung erschienen so unrentabel. Darüber hinaus leide der Dollar unter dem kontinuierlichen Bedeutungsverlust als Reservewährung in den aufstrebenden Volkswirtschaften. Neues Geld werde dort inzwischen wesentlich breiter auf verschiedene Währungen gestreut.
Ein zusätzlicher Belastungsfaktor für den Dollar ist aus Sicht des Experten die Aussicht auf ein schwaches Wirtschaftswachstum in den USA noch für eine längere Zeit. "Die Haushalte werden länger sparen müssen, um wieder auf soliden Füßen zu stehen", sagte Cyrus de la Rubia. Allerdings dürfte die Dollar-Abwertung auch weiterhin in geordneten Bahnen verlaufen. Die USA selbst habe kein Interesse an einer regelrechten Dollar-Krise. Deshalb sei kurzfristig nicht mit einem kräftigen Sprung in Richtung des alten Hochs von 1,60 Dollar zu rechnen.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen
Euro auf 0,90310 (0,90310) britische Pfund
dpa-infocom
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