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Vertriebene im Land sind uneins

Rheinland-Pfalz Über die Personalie Erika Steinbach streiten sich seit Langem Funktionäre und Politiker.

Doch was denken Vertriebene, die heute in Rheinland-Pfalz leben, über die Debatte?.

Alfred Alisat, in Ostpreußen geboren , heute in Niedererbach, kann die Position Polens verstehen. Er legt Erika Steinbach nahe, auf den Posten zu verzichten. "Dass sie sich so darauf versteift, kann ich nicht nachvollziehen." Sie wolle "ohne Rücksicht auf ein friedliches Miteinander" in den Stiftungsrat.

Der Niederschlesier Horst Paul (71) ist dafür, dass Steinbach in den Rat kommt. "Schließlich können wir uns von den Polen nicht vorschreiben lassen, wen wir in unsere Gremien wählen." Edith Peters sieht das ähnlich. "Sie gehört in den Rat, weil sie die Ideengeberin für das Erinnerungszentrum war." Die 71-Jährige ärgert sich, dass sich Polen einmischt: "Wir sind doch ein souveräner Staat." Das meint auch Edmund Arnold, heute 76 Jahre, als kleiner Junge aus dem Sudetenland vertrieben. Er gibt zu bedenken, dass Deutschland schließlich auf alle Gebietsansprüche verzichtet hat. Deshalb sollte sich Polen an Steinbach "nicht so aufhängen".

Die meisten der Rheinland-Pfälzer Vertriebenen befürworten die Errichtung eines Denkmals oder einer Dokumentationsstätte, damit ihr Schicksal nicht vergessen wird. "Es soll aber auch an andere Vertriebene, beispielsweise die Polen, erinnert werden", wünscht sich Edith Peters. Und: "Man darf dabei nicht vergessen, dass Deutschland den furchtbaren Krieg begonnen hat."

RZO