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Mit der Maus im Mercedes: Autowerbung in Spielen

München/Stuttgart Autowerbung findet sich überall - manchmal auch dort, wo niemand daran denkt.

So ist mittlerweile eines selbstverständlich, wenn auch längst noch nicht jedem bewusst.

Wer am Rechner oder der Spielkonsole virtuelle Rennwagen oder Serienmobile durch die Straßen jagt, hat es oft mit durchdachten Marketing- und Werbestrategien der Hersteller zu tun.

Während Fernsehzuschauer Autos womöglich nur am Rand interessieren und Zeitungsleser Anzeigen überblättern, sitzen vor Rennspielen meist Autofreaks. Spiele hätten sich qualitativ und quantitativ rasant weiterentwickelt, die Zielgruppe sei «erwachsener» geworden, so Ralf Hussmann von BMW. «Porsche ist in Videospielen seit Mitte der 90er Jahre vertreten, heute findet sich jeder Porsche auch in einem Spiel, vom historischen Modell bis zum Panamera», sagt Sprecher Dirk Erat.

«Bei Videospielen geht es um die Faszination», sagt Tobias Müller von Mercedes. Und die will man damit bedienen, dass die spannendsten Autos der eigenen Palette auch virtuell am Start sind. So ließ es sich Mercedes nicht nehmen, vor der diesjährigen IAA die Meldung zu lancieren, der neue Sportwagen SLS AMG sei als «Star in Gran Turismo 5» unterwegs. Der Termin für die Veröffentlichung steht allerdings noch nicht fest. Als Appetitmacher gibt es derzeit «Gran Turismo 5 Prologue»

Es geht nicht in erster Linie darum, Käufer zu finden. Laut Müller will man vor allem erwachsenen ebenso wie jugendlichen Spielern die «Faszination der Marke» vermitteln. Wer sich irgendwann erinnert, wie viel Spaß ihm ein Auto im Spiel gemacht hat, möchte womöglich später zumindest irgendein Auto des Herstellers tatsächlich kaufen.

Und es geht darum , Modelle bekanntzumachen. So arbeitet BMW mit Electronic Arts zusammen, das etwa «Need for Speed» herausbringt. Die Tatsache, dass bei dessen neuestem Teil «Shift» ein BMW die Verpackung ziert, ist kein Zufall. Laut Hussmann wurde eine Strategie erarbeitet, «die den neuen BMW M3 GT2 in den Fokus der Kommunikation rückt».

Selbst Marken, die kaum mit Emotionen verbunden werden, nutzen die Spielerei. Volvo hat jüngst «Volvo - The Game» gratis zum Download angeboten. Neben einigen Sportwagen ließ sich die Studie S60 Concept fahren. Sie gilt als Ausblick auf die nächste S60-Generation. «Das war für uns eine Möglichkeit, das neue Modell früh zu kommunizieren und eine neue Zielgruppe anzusprechen», sagt Sprecher Olaf Meidt. Das Spiel wurde mehr als 750 000 Mal heruntergeladen.

Nicht in jeder Hinsicht haben die Programmierer freie Hand. Die Hersteller mögen es nicht, wenn die Spieler den digitalen Wagen derart gegen die Wand semmeln, dass nur ein unförmiger Klumpen übrigbleibt. Schon gar nicht mögen sie es, wenn der Wagen aussieht, als wäre ein Insasse bei einem Unfall verletzt worden. «Eine Vorgabe kann zum Beispiel sein, dass bei den Autos die Fahrgastzelle intakt bleibt», sagt Matthias Mirlach vom Publisher Codemasters in Hamburg.

Inzwischen geht das Interesse so weit, dass nicht mehr nur Spaß und Tempo im Vordergrund stehen: Entwickler Astragon arbeitete für den «Landwirtschafts-Simulator» mit Trecker-Hersteller Fendt zusammen und beim «German Truck Simulator» etwa mit Lkw-Hersteller MAN. Die Hersteller-Publisher-Beziehungen bringen nicht nur Ersteren Vorteile: So kann es sein, dass ein Hersteller garantiert, eine bestimmte Menge an Spielen abzunehmen. Und der Umstand, dass auch mal Bares an ein Entwicklerteam fließt, gilt ohnehin als offenes Geheimnis. Von Heiko Haupt, dpa

dpa-infocom


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