pic Zählpixel
kalaydo leftkalaydo logo
RZ-Blog  |  Twitter  Mobil&RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Sportsline ·  » 

Zurück in die Zukunft: Sauber kauft BMW-Team

München BMW hat den Deal mit dem Finanz-Investor Qadbak platzen lassen und seinen Formel-1-Rennstall zurück an den Schweizer Peter Sauber verkauft.

Der Vertrag sei allerdings an die Bedingung geknüpft, dass das Team einen Startplatz für die kommende Formel-1-Saison erhält, teilte der Autobauer mit. Der Automobil-Weltverband FIA wird voraussichtlich am 30. November die endgültige Teilnehmerliste für 2010 bekanntgeben. Es gilt als sicher, dass Sauber die Fahrerlaubnis erhält. Bei BMW zeigte man sich «sehr froh» über die Einigung. «Ich bin sehr erleichtert, dass wir diese Lösung gefunden haben», sagte Sauber. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Der zunächst geplante Verkauf des werkseigenen BMW-Sauber-Rennstalls an die Investorengruppe Qadbak ist damit vom Tisch. Zuletzt waren immer mehr Zweifel an der Seriosität der Investmentfirma aufgekommen.

Der Standort der Formel-1-Fabrik im schweizerischen Hinwil und ein Großteil der Arbeitsplätze könnten damit erhalten werden, hieß es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Eine weitere Vereinbarung von BMW mit Sauber sieht nach Angaben des Autobauers allerdings einen Stellenabbau von 388 auf rund 250 Mitarbeiter vor. Erste Kündigungen seien bereits ausgesprochen worden, erklärte BMW. «Der Stellenabbau trifft mich sehr, sehr hart», bekannte Sauber.   

Der 63-Jährige übernimmt mit dem Kauf eine alte Rolle. Er hatte von 1993 bis 2005 mit seinem Privat-Rennstall bereits in der Formel 1 mitgemischt. Nach dem Verkauf an BMW fuhr das Team unter dem Namen BMW-Sauber in der Königsklasse. Am 29. Juli kündigte der Münchner Konzern überraschend seinen Ausstieg aus der Formel 1 und den Verkauf des Rennstalls an. Sauber hatte danach ein erstes Angebot abgegeben, konnte sich aber mit BMW nicht einigen.

Der Wiedereinstieg in die «Königsklasse» scheint für Sauber günstig. «Ich bin überzeugt, dass das neue Team eine sehr gute Zukunft in der Formel 1 haben wird, die sich derzeit mit neuen Rahmenbedingungen zugunsten der Privatteams verändert», erklärte der Eidgenosse. Künftig soll die Formel 1 billiger werden. Dadurch bekommen die Privatteams mehr Chancengleichheit mit der werksunterstützten Konkurrenz. Allerdings sind von 2010 an ohnehin nur noch die Hersteller Ferrari und Mercedes sicher in der Formel 1 vertreten. Ob Renault weitermacht, wollen die Franzosen bis Ende des Jahres bekanntgeben.

Noch hat Sauber keinen Startplatz für die kommende Saison. Nach dem Rückzug von Toyota stehen aber die Chancen gut, den Platz der Japaner zu übernehmen. Die FIA will 2010 mit 13 statt wie 2009 mit zehn Teams antreten. Sauber geht fest davon aus, dass sein Rennstall dabei ist. «Eine 100-prozentige Sicherheit hat man natürlich nie», warnte er allerdings.

Wer in der kommenden Saison die beiden Sauber-Boliden steuert, ist noch offen. Als ein Kandidat gilt der Mönchengladbacher Nick Heidfeld, der schon von 2001 bis 2003 für Peter Sauber und in den vergangenen vier Saisons für BMW-Sauber gefahren ist. Heidfeld wird aber auch als ein Anwärter auf das zweite Mercedes-Cockpit neben Nico Rosberg gehandelt. Der Pole Robert Kubica, der bisher für BMW-Sauber gefahren war, ist zu Renault gewechselt.

dpa-infocom


Sie benötigen Flash Player 9, um den RZ-Video-Player ansehen zu können.
RZ-Blog