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Woods verzichtet nach Unfall auf Turnier-Start

Thousand Oaks/Kalifornien Golf-Star Tiger Woods hat drei Tage nach seinem rätselhaften Autounfall auf einen geplanten Start bei seinem eigenen Benefizturnier in Kalifornien verzichtet.

«Ich bin extrem enttäuscht, nicht dabei zu sein. Es wird sicher ein außerordentliches Turnier, aber es tut mir leid, dass ich nicht dabei bin», teilte der 33 Jahre alte Superstar auf seiner Homepage mit. 2010 werde er auf der am 8. Januar auf Hawaii beginnenden US-PGA-Tour wieder an den Start gehen. Woods hatte sich bei einem noch ungeklärten Crash Gesichtsverletzungen zugezogen. Sein Auto war gegen einen Hydranten und einen Baum geprallt.

«Wir wissen nicht, ob Tiger spielt , wir erwarten aber eine große Wettkampf-Woche», hatte Turnierdirektor Greg McLaughlin noch zuvor gesagt. Er ist auch Präsident von Woods' Stiftung, die von dem Turnier profitieren soll. Eine Pressekonferenz mit dem Multimillionär ist für den 1. Dezember angesetzt. Sollte Woods dort wirklich auftauchen, wäre ihm ein enormer Medienrummel gewiss: Zu viele Fragen sind nach seinem Autounfall noch offen - auch wenn er sich bereits auf seiner Homepage geäußert hat. Eine Befragung der Polizei hat Woods auch am dritten Tag nach dem Crash platzen lassen.

«Diese Situation ist mein Fehler, und es ist offensichtlich peinlich für meine Familie und mich. Ich bin nur ein Mensch und nicht perfekt. Ich werde sicherstellen, dass so etwas nicht mehr passiert», schrieb der Amerikaner am Sonntag. Der 14-malige Major-Sieger betonte, es handle sich um eine Privatsache - und dabei solle es bleiben.

Sein Manager Mark Steinberg erklärte , dass ein Gespräch mit der Florida Highway Patrol eine freiwillige Angelegenheit sei: «Tiger hat realisiert, dass dies eine Sache von großem öffentlichen Interesse ist.» Der Polizei wurde mitgeteilt, dass er nichts mehr zu ergänzen habe und die Privatsphäre seiner Familie schützen wolle.

Woods war mitten in der Nacht mit seinem Cadillac-Geländewagen in der Nähe seines Grundstücks von der Straße abgekommen: Das Auto streifte einen Hydranten und prallte kurz darauf gegen einen Baum. «Ich verstehe die Neugier, aber die vielen falschen, unbegründeten und bösartigen Gerüchte über meine Familie und mich sind unverantwortlich», schimpfte Woods.

Bei dem Aufprall hatte sich der Großverdiener des Weltsports mit einem geschätzten Jahresverdienst von 100 Millionen Dollar aus Werbeverträgen und Siegprämien Schnittwunden im Gesicht zugezogen und war in ein Krankenhaus gebracht worden. Um ihren halb bewusstlosen Mann zu befreien, habe seine Ehefrau Elin die Rückscheibe des Autos mit einem Golfschläger eingeschlagen. «Mein Frau hat mutig gehandelt, als sie sah, dass ich verletzt und in Gefahr war. Sie war die erste Person, die mir half. Alle anderen Angaben sind absolut falsch», erklärte Woods.

dpa-infocom



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