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Baumkontrolleur schludert: Gemeinde haftet

Berlin/Rostock Übersieht ein Baumkontrolleur einen morschen Baum und verursacht dieser einen Unfall, so haftet die Gemeinde. Das Unfallopfer hat dann Anspruch auf Schmerzensgeld.

Darauf weist der Deutsche Anwaltverein in Berlin hin. Er beruft sich dabei auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Rostock (Az.: 5 U 334/08).

In dem Fall war ein Mann mit dem Auto auf einer Bundesstraße unterwegs. Eine Pappel stürzte auf seinen Wagen und verletzte ihn schwer. Im Nachhinein wurde festgestellt, dass der Baum zu 70 Prozent verfault und 30 Zentimeter über dem Boden abgebrochen war. Das Straßenbauamt hatte ihn nach einer Baumkontrolle als abbruchgefährdet eingestuft. Der Landkreis veranlasste jedoch eine weitere Kontrolle. Dabei wurde die Pappel als gesund eingestuft und deshalb nicht gefällt.

Die Richter urteilten, dass die Gemeinde dem Unfallopfer Schmerzensgeld und Schadenersatz bezahlen muss. Der von der Gemeinde beauftragte Baumkontrolleur habe die Pappel nicht mit der erforderlichen Sorgfalt untersucht. Dadurch wurden die Verkehrssicherungspflichten verletzt, die bei Bäumen in der Nähe einer viel befahrenen Bundesstraße besonders hoch sind.

dpa-infocom



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