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Wirtschaft: Vom Zusammenhalt profitieren

Elinor Ostrom (76) und Oliver Williamson (77) (beide USA), werden mit dem Wirtschaftsnobelpreis geehrt. Der heißt offiziell "Preis der schwedischen Reichsbank für Wirtschaftswissenschaften im Gedenken an Alfred Nobel", weil er im Testament des Preisstifters nicht vorgesehen war und erst 1968 von der Schwedischen Reichsbank anlässlich ihres 300-jährigen Bestehens gestiftet wurde.

Arbeit: Beide Preisträger stehen für interdisziplinäre Forschung und nutzen Ansätze aus anderen Sozialwissenschaften für die Volkswirtschaftslehre. Auf der Liste der Ökonomie-Nobelpreisträger ist Ostrom die erste Frau. Wurden zuvor vor allem Mathematiker geehrt, sucht die Politikwissenschaftlerin und Umweltökonomin einen eher soziologischen Zugang zu ihren Forschungsobjekten. Sie besuchte Bewohner von Inseln, Gebirgsalmen, abgelegenen Wäldern und Wüstenoasen und untersuchte dort, wie die knappen Ressourcen verteilt werden; wer etwa Zugang zu Fischbeständen hat und wie deren Bestand gesichert werden kann. Auch ihr Kollege Oliver Williamson beschäftigt sich mit Mängeln des Marktes. Er beschreibt, wann und warum Geschäfte innerhalb einer Firma stattfinden und nicht auf dem freien Markt. Seine Idee: Je stärker die Abhängigkeit zweier Parteien, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie sich in einer Institution zusammenschließen.

Begründung der Jury: "Ostrom hat gezeigt, wie gemeinschaftliches Eigentum von Nutzerorganisationen erfolgreich verwaltet werden kann. Beide Forscher haben gezeigt, dass wirtschaftswissenschaftliche Analysen auch die meisten Formen sozialer Organisation beleuchten können. Williamson hat Modelle zur Konfliktlösung mithilfe von Unternehmensstrukturen entwickelt."

Reaktionen: "Gerade in der Krise brauchen wir Ökonomen, die berücksichtigen, dass auf Märkten auch soziale Komponenten eine Rolle spielen", betont Axel Ockenfels, Volkswirtschaftsprofessor an der Universität Köln. (nim)

RZO