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Reiseveranstalter warnen nicht gut vor Baderisiken

Bremen Reiseveranstalter weisen einer Untersuchung zufolge nur eingeschränkt auf Gefahren beim Baden am Urlaubsort hin.

In den Katalogen, aber auch in den Informationsmappen, die Touristen im Hotel erhalten, fehlten entsprechende Angaben häufig.

Dies bemängelt die Organisation für Badesicherheit in Europa Blausand.de. Veranstalter wie TUI und FTI, die auf Risiken beim Baden sowohl in ihren aktuellen Katalogen als auch in den Reiseunterlagen aufmerksam machen sowie durch die Reiseleiter am Urlaubsziel, seien die Ausnahme, sagt Rolf Lüke, der Leiter der Organisation in Bremen.

Buchungsportale im Internet vernachlässigten das Thema Badesicherheit in der Regel ebenfalls, ergab eine Untersuchung der Organisation, bei der verglichen wurde, ob und wie die Reiseanbieter ihren Kunden Baderegeln und Informationen zu Gefahren im Wasser weitergeben. Es habe ihn nicht überrascht, dass die Veranstalter mit den Hinweisen auf Gefahren beim Badeurlaub eher zurückhaltend umgehen, sagte Lüke. Berührungsängste mit dem Thema gebe es zum einen, weil solche Warnungen nicht gerade zum Buchen animieren. Zum anderen stecke dahinter möglicherweise auch die Sorge, solche Warnhinweise könnten haftungsrechtliche Konsequenzen haben.

Es sei allerdings gar nicht nötig , dass Veranstalter in den Katalogen beispielsweise bei den Beschreibungen der Hotels und Strände auf Baderisiken hinweisen. «Das sollte am besten orts- und zeitnah passieren, zum Beispiel in den Info-Mappen im Hotel.» Noch wichtiger seien entsprechende mündliche Hinweise durch den Reiseleiter, zum Beispiel beim «Begrüßungsabend». Das sei bei vielen Veranstaltern aber noch nicht Standard. Nur die wenigsten Urlauber seien sich der Gefahren bewusst, die es an vielen europäischen Badestränden, vor allem am Mittelmeer und am Atlantik, gibt.

Nach den Daten der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es jährlich mindestens 35 000 tödliche Badeunfälle in Europa. Mangelndes Gefahrenbewusstsein und fehlende Aufklärung zu den Risiken gehören nach Lükes Einschätzung zu den wichtigsten Ursachen für diese hohe Zahl. Durch entsprechende Prävention ließe sich die Mehrzahl dieser tödlichen Unglücksfälle vermeiden, ist Lüke überzeugt.

Ein wichtiger Beitrag dazu könne bereits sein, im Infoteil aller Reisekatalogen für entsprechende Badeziele auf Gefahren durch Rip- Strömungen hinzuweisen, die häufig für Badeunfälle verantwortlich sind. «Außerdem sollten Badeurlauber auf die beiden wichtigsten Tipps hingewiesen werden: nur an bewachten Stränden zu baden und niemals alleine.»

dpa-infocom