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Bayer-«Herbsttitel» wackelt - Hertha: Ran an FCB

Berlin Die Konkurrenz rückt näher, doch Jupp Heynckes will vom «Herbst-Titel» nichts wissen. «Die Herbstmeisterschaft bedeutet mir gar nichts.

Die Entwicklung der Mannschaft bedeutet mir dagegen viel», sagte der Trainer von Bayer Leverkusen nach dem 2:2 in Berlin.

Das in dieser Spielzeit weiter unbesiegte Bayer-Team (32 Punkte) ist noch Spitze, spürt aber den Atem von Schalke (31) und München (30) im Nacken. Heynckes wollte sich mit der Gefahr, im Hinrunden-Endspurt die Spitzenposition in der Fußball-Bundesliga noch abgeben zu müssen, gar nicht beschäftigen. «Das ist eine großartige Leistung, vor allem der jungen Spieler», verwies er auf die bisherige Saison-Bilanz trotz des Ausfall von Routiniers wie Manuel Friedrich oder Simon Rolfes.

Beim Krisenclub Hertha verhinderte vor allem fehlende Routine in der turbulenten Schlussphase einen weiteren Bayer-Dreier. Das angeschlagene Schlusslicht hatte lange Zeit 1:0 geführt. Dann drehten die Leverkusener mit gleich sieben U21-Spielern auf dem Platz das Spiel, um in der Nachspielzeit wieder den Ausgleich zu kassieren. «Eine clevere Mannschaft lässt sich in letzter Sekunde nicht noch den Ausgleich einschenken», sagte der 64-jährige Heynckes und schloss an: «Es ist an der Zeit, dass die Leistungsträger der vergangenen Saison wieder zurückkommen, damit wir solche Spiele wieder gewinnen.»

Gewinnen müssen endlich die Berliner , die sich schwer damit taten, das aufregende Remis gegen den Tabellenführer einzuordnen. Zunächst war der Ärger groß, auch im 15. Liga-Spiel nacheinander nicht gewonnen zu haben. «Ein Punkt ist nicht genug», wetterte Torhüter Jaroslav Drobny, der vor 40 474 Fans in der Nachspielzeit in Leverkusens Strafraum geeilt und so zumindest mit Platz für den zweiten Treffer von Adrian Ramos geschaffen hatte. Sein Trainer Funkel dagegen übermittelte kämpferisch dem eigenen Personal: «Ich glaube, dass uns dieser Punkt hilft. Davon bin ich überzeugt.»

Hertha konnte zwar auch am 125. Tag nach dem bisher einzigen Saisonsieg am 8. August gegen Hannover (1:0) nicht gewinnen. Der unbändige Einsatz und auch die Defensiv-Organisation aber sollen ab sofort der Maßstab für die Rückrunde werden, machte Funkel klar: «Ich hoffe, dass wir mit dem 2:2 auch ein Stückchen das Glück zurückgewonnen haben. Denn auch das brauchen wir für unsere Aufholjagd im nächsten Jahr.»

Allerdings müssen die mit sechs Punkten noch immer am Tabellenende abgeschlagenen Berliner im alten Jahr zunächst noch in der Europa League gegen Sporting Lissabon und dann am Samstag in der Liga beim FC Bayern ran - für Funkel sind beide Spiele eine neue Chance auf ein Erfolgserlebnis. Am Mittwoch gegen Sporting reicht schon ein Remis, um in die sportlich und auch wirtschaftlich attraktive K.o.-Runde zu kommen. Und für München kündigte er den wiedererstarkten Bayern bereits eine große Gegenwehr an: «Wenn wir wieder so taktisch diszipliniert spielen, werden es auch die Bayern schwer haben.» Und wenn dazu tatsächlich das Glück die Seite wechselt...

Am 16. Spieltag hatte dieses Glück lange noch auf Bayer-Seite gelegen. Denn nach der frühen Führung durch Ramos (8.) fiel zunächst Toni Kroos ein Hertha-Abpraller glücklich vor den Schuss-Fuß (76.). Dann fälschte Berlins Lukasz Piszczek einen Versuch des 19-jährigen Bundesliga-Debütanten Burak Kaplan ins eigene Tor ab (90.). Und schließlich bekam Gojko Kacar vom kompromisslosen Schiedsrichter Babak Rafati auch noch die Gelb-Rote Karte gezeigt (78.). «Für beide Seiten ist es das Beste, wenn er nicht so oft hier pfeift», erklärte Kapitän Arne Friedrich zu der kleinlichen Entscheidung des Referees. Von Jens Mende, dpa

dpa-infocom


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