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Bayern und Schalke siegen - Lehmann sieht «rot»

Düsseldorf Das Kuriositäten-Kabinett der Bundesliga ist um eine Einzigartigkeit reicher.

Mit drei Slapstick-Eigentoren beim 3:5 in Mönchengladbach verschaffte sich Hannover 96 ungewollt einen Platz in den Geschichtsbüchern.

In Bremen beendeten die Schalker Kevin Kuranyi und Jan Moravek die Werder-Serie von 23 Spielen ohne Niederlage. Und Louis van Gaals Münchner Starensemble lässt keine Zweifel mehr an seinen Ambitionen: Die Bayern zelebrierten beim 5:1 in Bochum Fußball vom Feinsten und sind mit 30 Punkten als Tabellendritter mit Schalke (31) hartnäckigster Verfolger von Bayer Leverkusen (32), das bei Schlusslicht Hertha BSC nur zum 2:2 kam.

Weiter auf Höhenflug ist Borussia Dortmund, dass Meister VfL Wolfsburg mit einem 3:1 in der eigenen Arena demütigte. Für den auf Tabellenrang sechs vorgerückten BVB war es schon das neunte Spiel ohne Niederlage, während die «Wölfe» in der vierten Heimpartie hintereinander keinen «Dreier» landeten.

Den verpasste beim Bundesliga-Debüt von Neu-Trainer Christian Gross auch der VfB Stuttgart beim FSV Mainz 05 (1:1). Ein Ausraster von VfB-Torwart Jens Lehmann brachte die Schwaben um den Sieg. Kurz vor Schluss rammte er den FSV-Stürmer Aritide Bancé im eigenen Strafraum und bekam die Rote Karte. Eugen Polanski verwandelte den Elfmeter für die Mainzer, die damit zu Hause in dieser Saison weiter ungeschlagen blieben. «Ich muss erst mit Jens über die Szene reden», sagte VfB-Sportdirektor Horst Heldt. Für Wirbel hatte zuvor schon Lehmanns Weigerung gesorgt, eine Geldstrafe von 40 000 Euro wegen Kritik an der Clubführung zu bezahlen, gesorgt.

Mit Galgenhumor kommentierten die Hannoveraner das Eigentor- Festival. «Wir schießen sechs Tore und verlieren. Das ist unglaublich» - 96-Chefcoach Andreas Bergmann konnte es nicht fassen. «Eigentlich kann man nur darüber lachen, wenn es nicht so traurig wäre», kommentierte Unglücksrabe Karim Haggui, dem als sechstem Bundesligaspieler das Missgeschick zweier Eigentore in einer Partie (15./90.+3) unterlief. Constant Djakpa (58.) trug zu dem Negativ- Rekord seinen Teil bei. «Ich habe nur noch ungläubig dagesessen und keine Erklärung dafür», meinte Bergmann.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß war nach dem fünften Pflichtspielsieg nacheinander um Erläuterungen nicht verlegen: «Trainer und Mannschaft sind zusammengewachsen. Wir haben jetzt eine Einheit im Verein.» Van Gaal bilanzierte nach dem 4:1 in der Champions League bei Juventus Turin und dem Auftritt von Bochum die «schönste Woche» seiner Münchner Amtszeit. Jetzt wittern sie mehr. «Ich glaube, sie können uns so langsam spüren», richtete Sportdirektor Christian Nerlinger im Ringen um den «Herbst-Titel» eine Kampfansage Richtung Leverkusen, wo Jupp Heynckes nach dem 2:2 in Berlin abwiegelte: «Die Herbstmeisterschaft bedeutet mir gar nichts.»

Bayer ist auch vor dem 17. Spieltag ungeschlagen, andernorts rissen die Serien: Der Hamburger SV beendete mit dem 4:0 beim Tabellenvorletzten in Nürnberg seine Serie von sieben Erstliga- Begegnungen ohne Sieg, in Bremen gehört sie ebenfalls der Vergangenheit an. «Das war nicht Werder, wie wir es kennen und wie wir es uns vorstellen», kritisierte Manager Klaus Allofs. Felix Magath indes wurde nicht müde, das Titel-Thema kleinzureden: «Unsere Fans dürfen von der Meisterschaft nur träumen. Leverkusen und Bayern dürfen davon reden», sagte er.

In Nürnberg, beim 1. FC Köln , beim SC Freiburg und bei 1899 Hoffenheim werden die Beklemmungen größer. Franken-Coach Michael Oenning musste sich beim 0:4 gegen den HSV lauter werdende «Raus»- Rufe anhören. Köln hat nach dem 0:0 in Freiburg und nur sieben Treffern aus 16 Spielen eine besorgniserregende Offensivbilanz. Hoffenheim verliert den Kontakt zur Spitze, weil die Elf von Ralf Rangnick mit dem 1:1 gegen Eintracht Frankfurt zum dritten Mal nacheinander ohne Heimsieg blieb. «Es sieht bei dem einen oder anderen schon so aus, als ob er müde ist», sagte Rangnick angesichts der leblosen Vorstellung des «Herbstmeisters» von 2008.

Kölns Manager Michael Meier gewann der Bilanz von 371 Minuten ohne Treffer wenigstens eine positive Erkenntnis ab: «Wenn man mit sieben Toren 15 Punkte holt, spricht das für die Effektivität der Mannschaft.» Zudem stellte der FC mit sechs Auswärtspartien ohne Gegentreffer einen Bundesliga-Rekord auf. Aufsteiger Freiburg wartet mittlerweile seit 76 Tagen auf einen Heimsieg.

dpa-infocom


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