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Chelsea stolpert, ManU patzt - Klasnic-Doppelpack

London Von Krisenstimmung beim Ballack-Club wollte Trainer Carlo Ancelotti nichts wissen.

«Wer sagt, dass wir in einer Krise stecken? Wohl kaum jemand», sagte der Coach des FC Chelsea nach dem 3:3 gegen den FC Everton.

Doch eine Woche nach dem 1:2 in der Premier League gegen Manchester City und vier Tage nach dem 2:2 in der Champions League gegen APOEL Nikosia reichte es für DFB-Kapitän Michael Ballack und seine «Blues» wieder nicht zu einem «Dreier». Da Verfolger Manchester United aber zum ersten Mal seit 1983 gegen Aston Villa verlor (0:1), baute Chelsea den Vorsprung in der englischen Fußball-Meisterschaft sogar um ein Pünktchen aus.

Auch die übrigen Teams mit Ambitionen patzten. Tottenham Hotspur unterlag Aufsteiger Wolverhampton Wanderers daheim mit 0:1, Manchester City schaffte bei den Bolton Wanderers nur ein 3:3 und kam damit zum achten Remis im neunten Premier-League-Match. Bei Bolton machte der frühere Bremer Bundesliga-Profi Ivan Klasnic mit zwei Toren auf sich aufmerksam (11./53.).

Der FC Arsenal gewann beim FC Liverpool mit 2:1 und verteidigte den dritten Tabellenplatz. Liverpool war im ersten Durchgang überlegen und ging durch Dirk Kuyt (41.) in Front. Ein Eigentor von Glen Johnson (50.) und ein Treffer von Andrej Arschawin (58.) drehten das Spiel aber für die «Gunners», die den «Reds» am 16. Spieltag die zweite Heimniederlage in der Liga beibrachten.

Nach bislang optimaler Ausbeute im heimischen Stadion an der Stamford Bridge zeigte Chelsea gegen Everton bei Standardsituationen eklatante Abwehrmängel. Die «Toffees» gingen nach einem kuriosen Eigentor durch den unsicher wirkenden Chelsea-Keeper Petr Cech in Führung (12.). Didier Drogba (18./59.) und Nicolas Anelka (23.) sorgten zweimal für die Führung, doch Everton glich durch Ayegbeni Yakubu (45.+2) und Louis Saha (64.) jeweils aus. Ballack scheiterte mit einem Freistoß an Everton-Torwart Tim Howard (74.) und vergab kurz vor Schluss noch eine gute Chance zum Siegtreffer.

«Ich bin unglücklich über das Resultat, nicht über unser Auftreten. Wir müssen uns aber bei Standardsituationen verbessern», sagte Ancelotti, nachdem Chelsea auch im vierten Pflichtspiel in Serie nicht gewann. Der Italiener wunderte sich über die vielen Gegentore. «Zehnmal haben wir zu Hause zu Null gespielt und heute gleich drei Gegentore kassiert: Fußball ist manchmal seltsam.» Auch Englands Presse rätselte. «Von wegen 'Den Bus vorm Tor parken'. Da stand bestenfalls ein klappriger Mini», schrieb «The Observer».

Noch weniger Grund zur Freude hatte Meister Manchester United, der sich von Aston Villa vor eigenem Publikum im Old Trafford clever ausspielen ließ. Mit dem 1:0 durch den frühen Treffer von Gabriel Agbonlahor (13.) eroberte Villa sogar für mindestens 24 Stunden den dritten Tabellenplatz. «In der zweiten Hälfte haben wir quasi in ihrem Strafraum campiert», ärgerte sich ManU-Trainer Sir Alex Ferguson, der sich zudem über die angeblich zu kurze Nachspielzeit aufregte. «Das zu bestimmen, muss man den Schiedsrichtern entziehen.»

Zuvor hatte Ferguson angekündigt , seine Mittelfeld-Routiniers Ryan Giggs und Paul Scholes für die kommende Saison mit neuen Verträgen auszustatten. Der 36 Jahre alte Giggs spielt seit 1992 für ManU, der ein Jahr jüngere Scholes ist seit 1995 bei den «Red Devils» aktiv.

dpa-infocom


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