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Kieler Gala vor Nordgipfel - HSV mit Zittersieg

Hamburg Kieler Gala, Hamburger Zittersieg: Eine Woche vor dem großen Showdown der beiden Titelfavoriten hat sich nur der THW Kiel in meisterlicher Form präsentiert.

Während sich der deutsche Rekordchampion mit dem 41:22-Kantersieg gegen den TSV Hannover- Burgdorf leicht und locker auf den Handball-Gipfel einwarf, rettete Nordrivale HSV Hamburg am Samstag erst in letzter Minute den schmeichelhaften 25:24-Heimerfolg gegen TuS N- Lübbecke. Kein Wunder, dass THW-Geschäftsführer Uli Derad dem Knaller gegen den HSV - zuvor steigt für die Kieler am Mittwoch noch das Pokal-Derby in Flensburg - in freudiger Erwartung entgegenblickt: «Es knistert schon richtig. Das sind die Festtage vor den Festtagen», sagte Derad, der auf eine «Kieler Woche im Dezember» hofft.

In der Form vom Hannover-Spiel ist dem Kieler Star-Ensemble jedenfalls wieder alles zuzutrauen - auch ein überzeugender Sieg gegen die bislang so starken Hamburger, die mit 26:2 Punkten als einziges Bundesliga-Team dem Spitzenreiter (27:1) auf den Fersen bleiben. Die abgehängte Verfolgergruppe wird nach dem souveränen 40:21-Heimerfolg gegen den SC Magdeburg von den Rhein-Neckar Löwen (21:7) angeführt. Gut im Rennen sind nach ihren Auswärtssiegen auch der TBV Lemgo (20:8) und Frisch Auf Göppingen (19:9).

Den unmittelbaren Anschluss an das Führungstrio hat der VfL Gummersbach dagegen verpasst. Fünf Tage nach der beschlossenen Trennung von Sportdirektor François Xavier Houlet zum Vertragsende im April 2010 unterlagen die Nordrhein-Westfalen nach einer engagierten Leistung der SG Flensburg-Handewitt 26:27 (12:13). Alexander Petterson sorgte mit seinem Tor in der vorletzten Spielminute für den verdienten Sieg der Gäste. Flensburg (20:8) liegt nun auf Rang vier, Gummersbach (19:9) ist von Tabellenplatz fünf auf sechs abgerutscht. Für die Norddeutschen traf Lars Christiansen (10/2) in seiner letzten Bundesliga-Saison am häufigsten.

Gegen Hannover zeigte der THW, warum er die vergangenen 13 Ligapartien allesamt gewonnen hat: In der Offensive erwischten National-Rechtsaußen Christian Sprenger (10 Treffer) und seine Kollegen einen furiosen Frühstart und warfen schon bis zu 20. Minute einen Zwölf-Tore-Vorsprung heraus, der kaum geforderten Defensive verlieh der zweite Keeper Andreas Palicka sicheren Rückhalt. THW- Trainer Alfred Gislason gerierte sich trotz der Handball- Demonstration, bei der der verletzte Superstar Daniel Narcisse fehlte und an der Filip Jicha nach auskurierter Grippe nur kurz mitwirkte, als Mahner: «Gegen Teams wie Flensburg oder Hamburg herrscht eine ganz andere Atmosphäre», warnte Gislason.

Darauf müssen - nimmt man die wenig erbauliche Leistung gegen N- Lübbecke als Maßstab - auch die Hamburger hoffen, wenn sie am kommenden Sonntag in der Kieler Arena bestehen wollen. Gegen die Ostwestfalen bedurfte es eines späten Treffers des polnischen Rückraumspielers Marcin Lijewski 21 Sekunden vor Schluss, ehe der Heimsieg gegen den Tabellen-12. unter Dach und Fach war. «Nettelstedt hat mehr als nur am Sieg gerochen. Wir hätten uns nicht beschweren können, wenn wir einen oder zwei Punkte verloren hätten», sagte HSV- Trainer Martin Schwalb. So aber schöpfte der Coach aus dem dramatischen Finale Zuversicht für die kommende Herkulesaufgabe: «Wir können trotzdem mehr als nur erhobenen Hauptes nach Kiel fahren.»

dpa-infocom


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