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EM-Titel für Curler - Hoffnung für Olympia

Aberdeen Olympia-Generalprobe bestanden, Umbruch geglückt: Zwei Monate vor den Winterspielen freute sich Skip Andrea Schöpp über ihren siebten EM-Streich, am meisten bejubelte aber Debütantin Corinna Scholz den unerwarteten Coup.

«Gleich eine Goldmedaille bei meiner ersten EM. Ich kann es gar nicht glauben», schwärmte die erst 20-Jährige nach dem 7:5 der deutschen Curlerinnen im EM-Finale in Aberdeen gegen die Schweiz - und feierte nach dem obligatorischen Festbankett mit schottischer Dudelsack-Musik bis tief in die Nacht.

Mit dem größten Erfolg seit dem letzten EM-Coup 1998 gelang den deutschen Frauen um Routinier Schöpp eine perfekte Generalprobe für die Spiele in der Curling-Hochburg Kanada. Dagegen enttäuschten die deutschen Männer um Erfolgsskip Andy Kapp beim Sieg der Schweden als Sechste. «Bis Olympia gibt es noch einiges zu tun», analysierte Sportdirektor Ralph Schneider vom Deutschen Curling-Verband (DCV).

Durchwachsen war Schöpp in ihre 21. EM gestartet, und machte am Ende mit dem stark verjüngten Team des SC Riessersee doch ihren siebten EM-Sieg perfekt. «Anfang der Woche waren holprige Spiele dabei, aber die Mädels haben sich in das Turnier reingespielt», sagte Sportdirektor Schneider. Drei der ersten fünf Vorrundenspiele gingen verloren, gegen den später entthronten Titelverteidiger setzte es sogar eine bittere 2:10-Klatsche. Doch dann drehten die Deutschen auf und starteten mit sechs Siegen in Serie ins Finale durch, wo sie der Schweizerin Mirjam Ott beim zweiten EM-Aufeinandertreffen am Ende eine verdiente Niederlage zufügten.

«Der Sieg war sicherlich nicht vorprogrammiert», sagte die 44 Jahre alte Schöpp. «Vor der EM habe ich aber gesagt, dass von Abstieg bis Medaille alles drin ist.» Mit ihrem siebten EM-Titel konnte die Weltmeisterin von 1988 rechtzeitig vor Olympia auch ihre endgültige Rückkehr in die Weltspitze feiern - und den geglückten Umbruch ihres Teams: Neben Schöpps langjähriger Curling-Weggefährtin Monika Wagner stehen mit Mélanie Robillard, Debütantin Scholz und der erst 16 Jahre alten Stella Heiß, der Tochter des früheren Eishockey-Torhüters Peppi Heiß, hoffnungsvolle Athleten im neuen Team.

«Die Medaille hat sich das Team verdient», freute sich Bundestrainer Oliver Axnick - und hatte vor allem für Debütantin Scholz viel Lob parat. «Schön, dass sich Corinna bei ihrer ersten EM gut präsentiert hat. Das gibt ihr und dem Team Auftrieb für Olympia.»

dpa-infocom


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