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Pechstein: «Nicht das Ende meiner Karriere»

Salt Lake City Sportlich konnte sich Claudia Pechstein nicht für die Olympischen Winterspiele in Vancouver qualifizieren.

Fragen an die Eisschnelllauf- Olympiasiegerin nach ihrem 13. Platz im 3000-Meter-Rennen von Salt Lake City:.

Ist das für Sie das Ende der Karriere?

Pechstein: «Nein, ich kämpfe weiter. Ich habe recht und ich werde Recht bekommen. Ich werde erst Ruhe geben, wenn die Gerechtigkeit gesiegt hat. Das war mit Sicherheit nicht das Ende meiner Karriere.»  

Was geht jetzt in Ihnen vor?

Pechstein: «Das tat schon sehr weh. Doch bereits mit ein paar Stunden Abstand betrachte ich die Sache wesentlich nüchterner und nicht mehr so emotional. Wenn ich mir die gesamten Umstände noch einmal vor Augen führe, kann ich verdammt stolz darauf sein, es überhaupt versucht zu haben.»

Haben Sie trotzdem daran geglaubt, dass Sie es schaffen können?

Pechstein: «Mir war klar, dass es mit dieser Vorbereitung und den Vorwürfen, die ich seit zehn Monaten mit mir rumschleppe, sehr schwer wird. Ich denke, nur wenige wären unter diesen Bedingungen hier angereist. Ich habe versucht, meine Chance zu nutzen. Das ist mir nicht gelungen. Ich bin 13. - die Zahl sagt viel aus. Daher kann ich nur sagen: vielen Dank an die ISU, dass sie mich so im Regen stehen lässt. Wenn sie sich alle Sachen angeschaut hätten bei mir, wäre ich mit Sicherheit schon lange wieder im Weltcup dabei, die ISU hat mir die Chance genommen: vielen, vielen Dank an die ISU.»  

Sie hatten nur 36 Stunden zur Anpassung an die 1400 Höhe und in den vergangenen zehn Monaten keine Rennen bestritten. Hat dies den Ausschlag gegeben?    

Pechstein: «Im Nachhinein betrachtet muss man sagen, dass es unter solchen Umständen unmöglich ist, gleich wieder Spitzenleistungen zu zeigen - obwohl 4:04 Minuten über 3000 Meter als Kaltstart gar nicht mal von Pappe sind. Um das zu realisieren, hat es natürlich einen Moment gedauert. Ich habe ja schon im Vorfeld gesagt: Von mir ist kein großes Ding zu erwarten. Mehr konnte ich nicht machen. Ich durfte ja nicht eher herfahren, ja nicht mal mit dem Team trainieren. Und es war der Wahnsinn: Ich komme ins Ziel und muss sofort zur Doping-Kontrolle. Normalerweise macht man das nach dem Rennen. Das alles ist kein Zufall. Ich habe seit zehn Monaten eine Wut auf die ISU.»

Haben Sie denn während des Rennens an den Dopingfall gedacht?

Pechstein: «In jedem Moment, in jeder Sekunde habe ich an den Fall gedacht. Und gerade das tut ja so weh: nichts gemacht zu haben und so der Arsch der Nation zu sein. Es ist doch wahnsinnig, wenn die NADA sagt, ich wäre vielleicht längst zurück, wenn ich die Hintermänner genannt hätte, vielleicht nach einem halben Jahr... Und Leute, die was getan haben, sind eher frei, oder was? Das alles ist so unverständlich für mich.»

Wie viele Kontrollen haben sie seit ihrer Sperre erlebt?

Pechstein:  «Ich bin ständig kontrolliert worden. Weltweit bin ich diejenige, die die meisten Doping-Kontrollen hat. Ich gehe jedenfalls davon aus.»

Aufgezeichnet von Hans-Bert Orus, dpa

dpa-infocom


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