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Sportdirektor: Pechstein hat noch Olympia-Chance

Dresden Günter Schumacher, der Sportdirektor der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG), hat den Olympia-Start von Claudia Pechstein noch nicht endgültig abgeschrieben.

«Für mich persönlich ist der Olympia-Zug für Claudia noch nicht abgefahren», sagte Schumacher am Rande einer Pressekonferenz zur Shorttrack- Europameisterschaft in Dresden. DOSB-Präsident Thomas Bach wehrte dagegen ab: «Darüber spekulieren wir nicht. Wir warten ab, wie es vor dem Schweizer Bundesgericht weitergeht, aber bei allem muss man berücksichtigen, dass noch andere Läuferinnen vor ihr stehen.»

Schumacher wollte «die ganze Sache differenziert» betrachten. «Erstens hat Claudia die Qualifikationszeit der ISU erfüllt. Zweitens hat die DESG viele Startplätze für Vancouver errungen, die zur Teilnahme berechtigen. Doch die Situation ist die: In erster Linie ist das Schweizer Bundesgericht in der Sache zuständig. Bis das abgearbeitet ist, können wir keine weiteren Aussagen machen.» Da Pechstein beim Weltcup in Salt Lake City über 3000 Meter in 4:04,59 die Normzeit des Weltverbandes ISU von 4:15 Minuten klar unterbot, könnte sie im Falle des Freispruchs vor dem Schweizer Zivilgericht auch für die Team- Verfolgung gemeldet werden. Da läge ihre Nominierung aber in der Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbundes DOSB.

An ein baldiges Karriere-Ende von Pechstein glaubt Schumacher nicht. «Sie hatte 10 Monate keinen Wettkampf bestritten, ihr fehlte die Wettkampfhärte. Dann im ersten Paar anzutreten und die Norm nur um zwei Sekunden zu verfehlen, spricht für ihre Kondition aber auch für ihr sportliches Können. Davor muss man erst mal den Hut ziehen. Es wird eine Fortsetzung folgen», sagte der Sportdirektor. Die DESG werde nicht versuchen, ihr ein Karriereende nahezulegen. «Das ist jetzt sehr spekulativ. Für uns ist das kein Thema», sagte Schumacher.

Auch DESG-Präsident Gerd Heinze , bestärkte Pechstein in ihrem Kurs. «Sie soll im wesentlichen ihren eingeschlagenen Weg beibehalten, im Sinne der Unschuldsvermutung um ihr Recht zu kämpfen, die letzten Möglichkeiten ausschöpfen. Was vor den Gerichten ablief, ist aus Sicht der Sportler und aus meiner Sicht nicht fair gewesen.»

Klar sei, dass sie vorerst nicht mehr starten kann, wenn das Schweizer Gericht das Urteil des Sportgerichtshofes CAS nicht aufhebt. «Sollte das aber der Fall sein, wäre es ihre ganz persönliche Entscheidung, ob sie weiter trainiert. Die Förderung kann dann auf jeden Fall erst nach Auslaufen der Sperre am 8. Februar 2011 wieder einsetzen, das heißt aus öffentlichen Mitteln gibt es keinerlei Unterstützung», sagte Heinze der dpa. «Doch auch dann gibt es Qualifikations-Kriterien, falls sie im März 2011 bei der WM in Inzell starten will. Und da steht die Frage, ob ihr genug Zeit bleibt, diese dann zu erfüllen.»

dpa-infocom


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