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Aufatmen bei DHB-Frauen: Erster Hauptrunden-Sieg

Yangzhou Kollektives Aufatmen bei den deutschen Handball-Frauen: Mit einem Kraftakt in der zweiten Halbzeit hat der EM-Vierte bei der Weltmeisterschaft in China seinen ersten Sieg in der Hauptrunde gefeiert.

Damit wurde die drohende schlechteste WM-Platzierung einer deutschen Mannschaft seit Rang zwölf im Jahr 2003 abgewendet. Einen Tag nach der 22:34-Pleite gegen Titelverteidiger Russland gewann die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) am Sonntag in Yangzhou das Prestige-Duell gegen Österreich mit 29:26 (12:14). Beste deutsche Werferin war die Leipzigerin Susann Müller (7).

Nach dem spielfreien Montag kann der WM-Dritte von 2007 mit einem weiteren Erfolg in der letzten Hauptrunden-Partie am 15. Dezember gegen Afrika-Meister Angola das Spiel um Platz sieben erreichen. «Wir werden den ganzen Tag regenerieren. Wir brauchen Kraft und müssen den Kopf frei bekommen, damit wir mit einem Sieg gegen Angola einen ordentlichen Abschluss und das Spiel um Platz sieben schaffen. Dann wäre die Zielstellung erfüllt», sagte der erleichterte Bundestrainer Rainer Osmann. Angola stellte seine Klasse mit einem 28:23-Sieg zum Abschluss des Spieltages gegen Rekord- Olympiasieger Dänemark unter Beweis.

Der Bundestrainer musste vor der Partie erneute personelle Rückschläge verkraften. Für Ania Rösler (Leipzig) ist die WM beendet. Die Rückraumspielerin erlitt gegen Russland einen Anbruch des Mittelfingers in der linken Hand. «Ein weiterer Einsatz wäre ein unverhältnismäßiges Risiko», sagte Mannschaftsarzt Marcus Laufenberg. Unklar ist der weitere Einsatz von Torhüterin Clara Woltering, die wegen einer Knieverletzung ausfiel.

Zunächst unbeeindruckt vom Verletzungspech startete die deutsche Mannschaft mit einer 2:0-Führung (3.). Auch nach 20 Minuten lag der WM-Dritte von 2007 noch mit 10:8 vorn. Dann aber häuften sich die leichten Fehler wieder und selbst beste Torchancen blieben ungenutzt. Die DHB-Auswahl geriet mit 10:12 (26.) in Rückstand und musste nach der Pause sogar einem 13:16 (33.) hinterherlaufen. Dann aber kämpfte sich der EM-Vierte zurück, eroberte eine 23:22-Führung (49.) und gab den Erfolg nicht mehr aus der Hand. «Ich hatte es mir leichter vorgestellt», gab der Bundestrainer zu, «kämpferisch gibt es nichts auszusetzen. Aber wir machen uns das Leben durch leichtfertige Fehler selbst schwer.»

Nun sehnt sich Osmanns ausgepumptes Team nach Erholung. «Der Substanzverlust ist erkennbar. Wir sind schon ein bisschen verschlissen», urteilte der Thüringer. Dies sei erkennbar an den vielen Fehlern und der schwachen Trefferquote. Schon gegen Russland am Vortag war dies gegen Ende der Partie ins Gewicht gefallen. Da war aus einem 22:28 (53.) bis zum Schlusspfiff ein 22:34 und das zweite Frusterlebnis nach dem 15:29-Debakel gegen Frankreich geworden. «Die Niederlage gegen Frankreich hat Spuren hinterlassen», sagte Osmann. Frankreich sorgte für eine Überraschung und bezwang Russland 24:23.

Osmann hat nun Sorge, dass sein Team die bisherige sportliche Berg- und Talfahrt mit einem erneuten Tiefpunkt fortsetzen könnte. «Unsere Leistungskurve ist fallend. Wir quälen uns. Die Vorrunde haben wir auf teilweise sehr hohem Niveau gespielt und das hat sehr viel Kraft gekostet», bekannte der Bundestrainer.

dpa-infocom


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