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Koblenz sucht «in Ruhe» Rapolder-Nachfolger

Koblenz Ohne hektische Betriebsamkeit sucht die TuS Koblenz einen Nachfolger für Uwe Rapolder. «Wir werden in Ruhe überlegen.

Das Anforderungsprofil erstellen wir am Abend in einer Sitzung des Aufsichtsrates», sagte TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos.

Der abstiegsgefährdete Fußball-Zweitligist hatte sich am Vortag wegen Erfolglosigkeit von seinem Trainer getrennt. Die Koblenzer belegen mit zwölf Punkten nur den Relegationsplatz 16. Im letzten Spiel der Vorrunde gegen den Tabellenvorletzten FSV Frankfurt soll Co-Trainer Uwe Koschinat die Mannschaft betreuen.

Bis zum Trainingsauftakt im Januar 2010 soll der neue Mann an der Seitenlinie gefunden sein. «Er muss nicht nur inhaltlich, sondern auch menschlich zu uns passen. Wir müssen wieder eine Einheit bilden. Nur dann haben wir die Chance, die Klasse zu halten», erklärte Loos und kritisierte Heckenschützen aus den eigenen Reihen, die den Sturz des Trainers vorangetrieben hätten. «Aus dem Vorstand wurde Stimmung gegen Rapolder gemacht. Das ist untragbar. Wir müssen wieder mit einer Zunge sprechen. Kritik hintenrum darf es nicht mehr geben», sagte der TuS-Geschäftsführer.

Loos selbst will seinen noch bis zum 30. Juni 2011 laufenden Vertrag bei den Koblenzern erfüllen. An der Meldung, er solle beim Liga-Konkurrenten Alemannia Aachen Nachfolger des im November entlassenen Managers Andreas Bornemann werden, sei «nichts dran». «Das ist bewusst gestreut worden», erklärte Loos. Er habe einmal mit Aachens Trainer Michael Krüger, mit dem er bei Eintracht Braunschweig zusammen arbeitete, telefoniert. «Da ging es um meine bevorstehende Darmspiegelung. Sonst nichts», sagte Loos.

Der TuS-Geschäftsführer sieht wie der Hauptsponsor und Aufsichtsratschef, Walterpeter Twer, mehr Potenzial in der Mannschaft, als sie bisher zeigte. «Qualität ist da, große Transfers können wir uns nicht erlauben. Perspektivisch müssen wir auf junge Spieler setzen», meinte Loos. Zudem sei die Abfindung für Rapolder eine «belastende Position». Eine Million Euro stand dem 51-jährigen Trainer vertraglich zu. Er kam dem Verein entgegen und soll nach Informationen aus TuS-Kreisen nun bis zu 700 000 Euro erhalten, die in Raten gezahlt werden. Der bis Juni 2011 geltende Vertrag wurde zum 31. Dezember aufgehoben. «Das Geld haben wir», betonte Twer.

Rapolder arbeitete seit April 2007 bei der TuS und betreute das Team in 88 Zweitliga-Partien. Als siebter Trainer in der laufenden Saison der 2. Bundesliga wurde der 51-Jährige vorzeitig entlassen. Dieses Schicksal teilt er mit Edmund Becker (Karlsruher SC), Jürgen Seeberger (Alemannia Aachen), Stefan Emmerling und Andreas Zimmermann (Rot Weiss Ahlen), Tomas Oral (FSV Frankfurt) sowie Peter Neururer (MSV Duisburg).

dpa-infocom

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