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Neuer Bastel-Boom in Krisenzeiten

Stuttgart Im Krisenjahr 2009 wird wieder mehr Selbstgemachtes unter den Weihnachtsbäumen liegen.

«Die Nachfrage nach Materialien und Tipps für Handarbeiten nimmt deutlich zu», sagte Gaby Maier, Projektleiterin der Messe Kreativ- und Bastelwelt in Stuttgart.

Dieser Trend habe sich schon im Vorjahr abgezeichnet und in diesem Jahr weiter verstärkt. Auch die Zahl der Messeaussteller sei gestiegen, von 114 auf diesmal 130. Der neue Bastel-Boom sei zugleich ein Hoffnungsschimmer für die gesamte Branche. «Es gibt immer wieder mal Anbieter, die über Probleme klagen.» Wie das Geschäft laufe, hänge oft vom speziellen Angebot und vor allem von den Preisen ab.

«Auch wenn das Geld knapp ist, für das Hobby gibt man es trotzdem aus», sagte Maier. Bastler und Handwerker würden gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: Sie könnten Zeit mit Arbeiten verbringen, die ihnen Spaß machen, dabei den Alltagsstress hinter sich lassen und zudem noch individuelle Weihnachtsgeschenke für Familie und Freunde herstellen. Besonders gefragt seien Handarbeiten mit Wolle. «Die Wollstände sind immer eng umlagert», hat die Organisatorin beobachtet. Trendfarben seien lila und grün.

Wer kreativ werde, lasse sich kaum an Alter oder Geschlecht festmachen. «Es hängt eher von der Lebenssituation ab», betonte Maier. Wer Zeit habe, lasse sich gern mal inspirieren. Das könnten Senioren genauso sein, wie eine junge Mutter in der Elternzeit oder ein Mann auf Kurzarbeit. Allerdings begeisterten sich die Männer eher für Holzarbeiten, während Frauen häufiger zu Nadel und Faden griffen. Vor allem Stricken liege «sehr im Trend». Aber auch Filzen sei immer noch gefragt. Die Bastellust wird durch Anregungen und Tipps zusätzlich angekurbelt. So auch auf der Messe. «Von den rund 60 Workshops lassen sich die Besucher gern inspirieren.»

dpa-infocom