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Wein-Kolumne

 

Wein-Presse (24): Glühwein ist heiß geliebt

Das Getränk gehört für viele zur Vorweihnachtszeit wie Spekulatius und "Last Christmas" von Wham: Man genießt es heiß, im Stehen und vorzugsweise im Freien nach dem strapaziösen Weihnachtseinkauf oder mit den Kollegen. Die Rede ist von Glühwein.

Nach Angaben des Bundesverbandes Wein und Spirituosen werden jährlich rund 40 Millionen Liter des "aromatisierten weinhaltigen Getränks" in der Adventszeit konsumiert. Was in Läden und an manchen Glühweinständen angeboten wird, ist allerdings von sehr unterschiedlicher Qualität. Fertige Glühweine aus Flasche oder Tetrapak enthalten viele verschiedene Weinsorten.

Die gesetzlichen Ansprüche an die Hersteller sind gering, die genaue Deklaration der Inhaltsstoffe ist nicht zwingend. Der Alkoholgehalt muss mindestens sieben Volumenprozent betragen. Das aromatisierte Getränk darf nur aus Wein, Zucker und Gewürzen hergestellt werden. Ob Glühwein frisch ist, lässt sich an seiner intensiv-roten Farbe erkennen. Braun wird er durch Oxidationsprozesse bei Überlagerung oder durch langes Warmhalten im offenen Kessel. Der liebliche Wein darf nur bis maximal 78 Grad erhitzt und keinesfalls gekocht werden. Bei höherer Temperatur verdunstet der Alkohol, und das Heißgetränk schmeckt fade.

Hier ein Lieblingsrezept für einen Glühwein aus Weißwein: Für sechs ordentliche Portionen benötigen Sie 1/8 Liter frisch gepressten Orangensaft, 1,5 Liter lieblichen Weißwein, vier Gewürznelken, 3,5 Esslöffel weißen Kandiszucker, einen Esslöffel Zucker, 80 Milliliter weißen Rum und eine ungespritzte Orange. Alle Zutaten in einem Topf erwärmen. Orange heiß abwaschen, in sechs Scheiben schneiden und in der Pfanne mit Zucker karamellisieren. Anschließend in sechs Gläser geben. Den Punsch auf die Gläser verteilen. Töpfe aus Kupfer oder Aluminium sind für die Herstellung von Glühwein übrigens ungeeignet. Schädliche Substanzen können in den Wein übergehen.

Wer keine Zeit hat, das Heißgetränk selbst zuzubereiten, dem empfehle ich einen besonderen Adventswein vom Weingut Korrell. Es gehört meines Erachtens zu den besten Weinbaubetrieben an der Nahe. Alle Weine sind sortentypisch, von feinster Mineralität. Karge und mineralische Böden verleihen besonders den Rieslingen eine geprägte Struktur.

RZO