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Musik

Johnny Hallyday aus Koma erwacht

Paris Großes Aufatmen in Frankreich: Nach vier Tagen im künstlichen Koma ist der französische Rock-Star Johnny Hallyday wieder bei Bewusstsein.

«Es ist gut. Lass uns jetzt gehen», sagte Hallyday als erstes seiner Frau Laetitia.

Doch der bestverdienende französische Sänger muss weiter in der Prominenten-Klinik Cedars Sinai in Los Angeles ausharren. «Man muss ihm Zeit lassen, sich aufzurappeln», sagte sein Freund, der Sänger Charles Aznavour in Los Angeles dem Pariser Nachrichtensender i-télé.

Der 66-jährige Hallyday ist für Frankreich so etwas wie eine lebende Rock-Legende. Präsident Nicolas Sarkozy zählt zu seinen Fans und lädt ihn zuweilen ein. «Hallyday löst viele Emotionen aus», sagt Sarkozy.

Ausgerechnet auf seiner pompösen Abschiedstournee «Tour 66» wird «Johnny», wie ihn die Franzosen nennen, mit dem Schicksal konfrontiert: Erst gefährdete eine Darmkrebsoperation im Sommer den Start, dann musste Hallyday zur Tourneemitte unters Messer, angeblich wegen seiner Bandscheiben. Er wurde von dem umstrittenen Promi-Chirurgen Stéphane Delajoux operiert, der einst Lebenspartner von Schauspielerin Isabelle Adjani war. Es folgte eine lebensgefährliche Entzündung. Der «Rocker der Nation» landete im Rollstuhl und lässt sich seit dem 7. Dezember in Los Angeles nachbehandeln. Er wurde dabei auch operiert und zur Schonung ins Koma versetzt.

Seitdem ist Johnny Titelthema der französischen Blätter, und die Fernsehsender postieren Sonderteams vor der Klinik in Kalifornien. Hallydays Krankheit sei «zweifellos eine Frage des nationalen, wenn nicht weltweiten Interesses», höhnte die Journalistengewerkschaft SNJ-CGT. «Da ist der Klimagipfel von Kopenhagen oder das Schicksal der Obdachlosen egal», denn «the show must go on». Vom 8. Januar bis 13. Februar sind für die Hallyday-Tournee 21 Konzerte geplant.

Hallydays Produzent Jean-Claude Camus wehrt sich gegen den Vorwurf, aus Geldgier Johnnys «Sklaventreiber» zu sein. «Johnny will all diese Konzerte», sagte er dem «Parisien». «Er wollte nicht aufgeben. Die Bühne ist seine Droge.»

dpa-infocom