pic Zählpixel
kalaydo leftkalaydo logo
RZ-Blog  |  Twitter  Mobil&RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Kommunen

Einigung im Hamburger Gängeviertel-Streit

Hamburg Im Streit um das von Künstlern besetzte Hamburger Gängeviertel gibt es eine Einigung.

Die Stadt Hamburg wird das historische Viertel von einem niederländischen Investor für 2,8 Millionen Euro zurückkaufen, teilte die Kulturbehörde mit.

Der Senat werde nun mit der Künstlerinitiative «Komm in die Gänge» über eine neue Nutzungsvereinbarung reden. Der Investor Hanzevast wollte aus dem historischen Viertel ein teures Szene- Quartier mit Büros, Geschäften und Wohnungen machen.

«Jetzt haben wir die Möglichkeit, ein neues Konzept für das Gängeviertel zu verwirklichen», sagte Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk (GAL). Mehr als 200 Künstler haben die leerstehenden Häuser seit Ende August besetzt, um die denkmalwürdigen Gebäude zu retten und auf die Raumnot von Kreativen hinzuweisen.

«Selbstverständlich werden wir bei den weiteren Planungen die Vorstellungen der Künstler einbeziehen. Unser Ziel ist es, das Gängeviertel zu einem lebendigen, kreativen innerstädtischen Quartier weiterzuentwickeln», sagte Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos). Im Januar werde mit allen Beteiligten das weitere Verfahren zu künftigen Planungen für das Gängeviertel besprochen.

«Wir freuen uns natürlich sehr. Wir haben aber auch damit gerechnet, dass das passieren muss», sagte die Sprecherin der Künstlerinitiative, Christine Ebeling. «Wir hoffen nun, unser Konzept in naher Zukunft umsetzen zu können.» Es sei ein großer Erfolg, dass die Behörden der Stadt auf eine Initiative wie diese reagierten. «Darüber hinaus sehen wir es auch als Erfolg an, dass das Thema mittlerweile über die Hamburger Grenzen hinweg diskutiert wird.»

www.gaengeviertel.info

dpa-infocom