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Devisen: Euro bleibt unter Druck - Sorgen um Kreditwürdigkeit Spaniens

FRANKFURT - Nach der vortags gesenkten Kreditwürdigkeit Griechenlands haben am Mittwoch negative Aussagen einer Ratingagentur zu Spanien den Euro weiter unter Druck gesetzt. Standard & Poor's (S&P) drohte dem Land mit einer möglichen Herabstufung der Kreditwürdigkeit. Sie bewertete dessen Aussichten als "negativ". Bisher hatte S&P die finanziellen Perspektiven in Spanien als "stabil" eingestuft. Zuletzt stand die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,4731 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,4768 (Dienstag: 1,4774) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,6771 (0,6769) Euro.

Am Dienstag hatte die Ratingagentur Fitch ihr Rating für Griechenland von A- auf BBB+ reduziert. Dabei wurde der Ausblick auf "negativ" belassen. Zudem sagte Bundesbankpräsident Axel Weber, der auch Mitglied im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) ist, am Mittwoch, die Gefahr einer Kreditklemme in der sich abzeichnenden konjunkturellen Erholungsphase sei nicht vollständig gebannt.

"Die Sorgen um die Ratings für die Kreditwürdigkeit von Staaten sind gestiegen", konstatierte Matthew Strauss, Devisenstratege bei RBC Capital Markets in Toronto. Allerdings seien die Probleme von Spanien und Griechenland längst bekannt und einige Anleger nutzten die jüngsten Nachrichten vor dem Jahresende als Anlass für Gewinnmitnahmen.

dpa-infocom