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Noch keine Einigung auf Fischfang-Quoten

Brüssel - Die europäischen Agrarminister konnten sich noch nicht auf neue Fischfang-Quoten für Nordsee und Nordatlantik einigen. Ursprünglich sollten die vorläufigen Quoten für 2010 am Dienstagvormittag bekanntgegeben werden.

Die Beratungen würden sich aber noch bis in den späten Abend hinziehen, teilten EU-Diplomaten am Dienstag in Brüssel mit. Ob es vor Mittwoch Ergebnisse geben wird, war zunächst noch unklar. Erschwert wurden die Gespräche, weil sich die EU und Norwegen in der vergangenen Woche nicht über Fischereirechte im Nordatlantik einigen konnten.

Wochenlange Verhandlungen waren vor allem an der Frage gescheitert, wie viele Makrelen in norwegischen Gewässern gefangen werden dürfen. Die Verhandlungen mit dem Nicht-EU-Land sollen im Januar wieder aufgenommen werden. Eine Einigung wird im Frühjahr erwartet.

Aus diesem Grund wollte die EU-Kommission, dass vorläufig nur für die Hälfte der Fischmengen Quoten festgelegt werden, die für 2010 zu erwarten sind. Denn wenn es wie erwartet doch noch zu einer Einigung mit dem Nicht-EU-Land kommt, hätten die Norweger Anspruch auf Fischerei in europäischen Gewässern. Umgekehrt dürften dann europäische Fischer vor Norwegen fischen.

Der deutsche Agrar-Staatssekretär Gert Lindemann hatte am Montag gesagt, dass auch vorläufige Quoten wichtig seien: «Das wird ausreichen, um die europäischen Fischer erstmal in die Lage zu versetzen, ihrer Fischerei weiter nachzugehen.»

Den Ansatz der Kommission, nur die Hälfte der Fischmenge freizugeben, hatte Lindemann aber kritisiert. «Bei einzelnen Fischarten ist uns das zu wenig, insbesondere bei denen, wo die Hauptfischerei im Januar, Februar, März schon stattfindet», sagte er. Besonders die in Deutschland beliebten Fische Hering, Makrele und Seelachs würden in den ersten Monaten des Jahres abgefischt.

dpa-infocom