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Sierra Leone dankt dem Interplast-Team

Bad Kreuznach Sierra Leone liegt knapp nördlich des Äquators, ist eines der ärmsten Länder der Welt und erholt sich gerade erst mühsam von einem zehnjährigen Bürgerkrieg.

Neben der extremen Armut sind Krankheiten wie Malaria, Hepatitis, Typhus und Gelbfieber eine besondere Bürde für die sechs Millionen Einwohner.

Ein Gesundheitssystem, das diesen Namen verdienen würde, existiert nicht, mussten die Interplast-Ärzte um Dr. André Borsche erfahren. Von 100 Neugeborenen sterben 25 bevor sie das fünfte Lebensjahr vollendet haben. Im ganzen Land, das so groß ist wie Rheinland -Pfalz, gibt es nur rund 200 Ärzte. In dem von spanischen Barmherzigen Brüdern geleiteten Krankenhaus Massebeneh im Landesinnern wurde das Interplast-Team sehnsüchtig erwartet.

Die Mundpropaganda hatte für einen erheblichen Patientenansturm gesorgt. In den kurzen Stunden, während derer täglich Strom verfügbar war, konnten mehr als 80 Operationen durchgeführt werden, darunter viele Eingriffe bei schlecht verheilten Knochenbrüchen und bei schlecht heilenden Geschwüren, wie sie unter Nahrungsmangel in den Tropen häufig sind. Behandelt wurden auch angeborene Fehlbildungen wie Klumpfüße sowie Lippen- oder Gaumenspalten.

Mehr zu diesem Thema im Oeffentlichen Anzeiger vom 15. Dezember

Mo, 14. Dez. 2009, 17:26 © Rhein-Zeitung & red.web
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